Mannesmann Kommt nun das feindliche Angebot?

Vodafone bietet für jede Mannesmann-Aktie 43,7 eigene Aktien ohne Barzuzahlung an. Vodafone-Chef Chris Gent reiste am Sonntag extra nach Düsseldorf. Mannesmann lehnte ab. Nun wird ein feindliches Angebot erwartet.

Düsseldorf - Mannesmann-Chef Klaus Esser lehnte die Kaufofferte bereits am Sonntag abend als völlig unangemessen ab. Esser nannte das Angebot sogar als unerwünscht, da es den Wert der Joint Venture des Konzerns und seine vertraglichen Verträge gefährde.

Die Offerte stellt nach einem Vodafone-Freitags-Kurs von 4,70 Euro einen Wert von umgerechnet 205,39 Euro dar. Mannesmann-Chef Esser meinte aber bereits im Vorfeld, dass jede Kaufofferte unter 250 Euro je Aktie abgelehnt würde.

Weiter hieß es, dass ein Angebot angesichts der bisherigen Wertsteigerung eigentlich einen Aufschlag von 100 Prozent auf den Börsenkurs enthalten müsse. Sein Unternehmen werde sich gegen feindliche Übernahmen wehren, sagte Esser weiter.

Händler erwarteten nun, dass Vodafone in Kürze den freien Aktionären einen Kaufpreis nennen könnte. Mannesmann erhielten eine Plusankündigung, die auf einen Kursgewinn von mindestens fünf Prozent deutet. Auf dem Frankfurter Börsenparkett legten die Papiere am Morgen um 10 Euro auf 195 Euro zu.