Transrapid Bahn springt offenbar ein

Die Deutsche Bahn AG will einem Bericht zufolge tief in die eigene Kasse greifen, um eine Finanzierungslücke bei der geplanten Transrapid-Strecke zum Münchener Flughafen zu schließen. Angeblich nimmt das Unternehmen dafür mehrere Millionen Euro in die Hand.

Hamburg - Die Deutsche Bahn AG will nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins "DER SPIEGEL" eine bestehende Finanzierungslücke für die geplante Transrapid-Strecke zum Münchner Flughafen schließen.

Der Konzern werde im kommenden Jahr "etliche Millionen Euro" vorstrecken, bis sich die Regierungen in Berlin und München über die weitere Finanzierung geeinigt hätten, berichtete das Magazin am Wochenende.

Eine Bahn-Sprecherin bestätigte den Bericht nicht. Die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen. "Wir gehen davon aus, dass alle beteiligten Partner ihre zugesagten Verpflichtungen einhalten", sagte die Bahn-Sprecherin.

Nach Angaben des Magazins hatte es Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) abgelehnt, vorzeitig Geld aus der geplanten Bundestranche von 925 Millionen Euro freizugeben.

Da auch die bayerische Staatsregierung keine weiteren Mittel zuschießen wolle, hätte die Betreibergesellschaft im kommenden Jahr vor dem Aus gestanden.

Nun werde die Bahn das fehlende Geld vorstrecken, hieß es. Der Transrapid wird von einem Konsortium um Siemens und ThyssenKrupp gebaut.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx