Techem Macquarie vor dem Squeeze-out

Die Übernahme des Energiedienstleisters Techem ist fast perfekt. Die australische Macquarie Bank hält mehr als 90 Prozent der Anteile. Für die verbliebenen Aktionäre wird das Angebot noch zwei Wochen verlängert. Dann könnte Techem nicht nur aus dem MDax, sondern ganz von der Börse verschwinden.

Frankfurt am Main - Die australische Bank Macquarie  ist fast am Ziel, den Heizungs- und Wasserableser Techem  komplett zu schlucken. Mit dem Übernahmeangebot von 60 Euro je Aktie habe sich der europäische Infrastrukturfonds von Macquarie 91,5 Prozent der Techem-Aktien gesichert, teilte die Bank am Freitag mit. Daneben hält Techem seit dem vergangenen Jahr 4,75 Prozent an eigenen Anteilen.

Mit einer Beteiligung von 95 Prozent könnte Macquarie die vor dem Ausschluss aus dem MDax  stehende Techem von der Börse nehmen. Die Bank hatte sich einen langen, kostspieligen Bieterstreit mit dem Finanzinvestor BC Partners um Techem geliefert. Zuletzt lenkten auch die Hedgefonds ein, die bei dem Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt eingestiegen waren.

Techem-Chef Horst Enzelmüller, der die Übernahme zunächst bekämpft hatte, sagte am Freitag, Macquarie habe sich zuletzt "als Investor erwiesen, der die langfristigen Interessen des Unternehmens verfolgt". Executive Director Martin Stanley, der den Fonds für Macquarie verwaltet, versprach, den Wachstumskurs des Techem-Vorstands zu unterstützen.

Die restlichen Techem-Aktionäre erhalten von Samstag an bis zum 21. Dezember noch Gelegenheit, ihre Aktien den Australiern anzudienen. Beim Start des freiwilligen Übernahmeangebots hatte der Macquarie-Infrastrukturfonds MEIF II bereits über einen Anteil von 71,36 Prozent verfügt.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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