RAG Evonik-Börsengang in drei Schritten

Der milliardenschwere Börsengang des Chemie- und Energiekonzerns Evonik soll in drei Tranchen in den Jahren 2008, 2010 und 2012 erfolgen. Der Preis müsse aber stimmen. "Wir fühlen uns nicht unter Zeitdruck", so die RAG-Stiftung. Der Verkauf einer ersten Tranche an einen Investor bleibe weiter eine Option.

Düsseldorf - Auch nach dem Abschluss des Verkaufsprozesses werde die RAG-Stiftung eine Sperrminorität von gut 25 Prozent an dem Unternehmen halten, betonte der Stiftungsvorsitzende Wilhelm Bonse-Geuking am Donnerstag in Düsseldorf. Befürchtungen über eine Zerschlagung des Unternehmens seien damit gegenstandslos.

Bonse-Geuking schloss allerdings eine Verzögerung des Börsengangs nicht aus, falls auf Grund der Kapitalmarktturbulenzen kein angemessener Erlös für die Evonik-Anteile zu erzielen sei. "Wir fühlen uns nicht unter Zeitdruck. Wir möchten das Optimum erreichen", sagte der Manager. Auch den Verkauf einer ersten Tranche an einen Investor schloss er nicht aus. Erste Kontakte habe es bereits gegeben.

Die RAG-Stiftung soll nach ihrer Satzung mit dem Erlös aus dem Evonik-Börsengang den Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau und die Finanzierung der sogenannten "Ewigkeitslasten" finanzieren. Diese langfristigen Folgekosten des Bergbaus - etwa für die Grundwasserreinigung im Ruhrgebiet - wurden in einem Gutachten auf rund 6,9 Milliarden Euro beziffert.

manager-magazin.de mit Material von ap

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