Hohe Verluste WestLB rutscht tief ab

Finanzmarktkrise und Fehlspekulationen reißen tiefe Löcher in die Bilanz der WestLB. Der Bankkonzern verbucht nach neun Monaten einen Verlust von 148 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 142 Millionen Euro Gewinn.

Düsseldorf - Die Folgen der US-Immobilienkrise und missglückte Aktienspekulationen haben die WestLB tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Das Institut musste per Ende September Belastungen aus der Krise von 355 Millionen Euro hinnehmen. Insgesamt summierten sich die Verluste bei Aktienspekulationen und die Bewertungsverluste im Zusammenhang mit der Subprime-Krise in den ersten neun Monaten auf mehr als 700 Millionen Euro, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2007 schrieb die Bank damit einen Vorsteuerverlust von 116 Millionen Euro nach einem Gewinn von 297 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernverlust summierte sich auf 148 (Vorjahr: 142 Millionen Euro Gewinn) Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet die WestLB mit einem Vorsteuerverlust im "niedrigen dreistelligen Millionenbereich". Die Bank hatte wegen der Finanzmarktkrise bereits ihre Prognose eines Vorsteuergewinns zurückgenommen. "Die aktuelle Situation ist schwierig, wirft die WestLB aber nicht um", sagte WestLB-Chef Alexander Stuhlmann.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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