Rekordergebnis ThyssenKrupp erhöht Dividende

Der Industriekonzern ThyssenKrupp hat das Geschäftsjahr dank der hohen Stahlnachfrage mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Vor Steuern wies das Unternehmen 3,3 Milliarden Euro Gewinn aus. Die Dividende steigt kräftig.

Düsseldorf - Der Stahl- und Maschinenbaukonzern ThyssenKrupp  hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 einen Rekordgewinn eingefahren. Der Gewinn vor Steuern (EbT) sei um 27 Prozent auf 3,330 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Analysten hatten das EBT nach Sonderposten auf 3,462 Milliarden Euro geschätzt. Den Umsatz verbesserte ThyssenKrupp um 10 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,30 (Vorjahr: 1,00) Euro je Aktie erhalten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende September) erwartet der größte deutsche Stahlkonzern bei Erlösen von rund 53 Milliarden Euro ein EBT vor wesentlichen Sondereffekten von über drei Milliarden Euro. Der Konzern erwartet insbesondere durch die Anlaufkosten für die geplanten Stahlwerke in den USA und Brasilien Belastungen. Im vergangenen Geschäftsjahr musste das Unternehmen unter anderem eine Kartellstrafe in der Aufzugssparte in Höhe von rund 480 Millionen Euro verbuchen.

Zuwächse kommen vor allem aus dem Stahlgeschäft

Das Geschäftsjahr habe sich besser entwickelt als zunächst erwartet, sagte Konzernchef Ekkehard Schulz. ThyssenKrupp habe das fünfte Mal in Folge ein verbessertes Ergebnis vorgelegt. Den Nettogewinn verbesserte ThyssenKrupp um 28,5 Prozent auf 2,190 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern bei dieser Kennzahl die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 2,084 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Die Zuwächse hat das Unternehmen maßgeblich dem seit Jahren boomende Stahlgeschäft zu verdankte. Die Stahlsparte steigerte ihr EBT um 18,2 Prozent auf 1,662 Milliarden Euro. Das zuletzt wegen des Preisverfalls beim Nickel schwächelnde Edelstahlgeschäft legte beim EBT im Gesamtjahr sogar um 83,7 Prozent auf 777 Millionen Euro zu. Kräftige Zuwächse verzeichnete auch die Aufzugs- und Dienstleistungssparte.

Management bestätigt die mittelfristigen Ziele

ThyssenKrupp will sein Wachstum in den kommenden fünf Jahren mit Investitionen von 18 bis 20 Milliarden Euro vorantreiben. Bis 2010 soll im US-Bundesstaat Alabama ein neues Stahl- und Edelstahlwerk mit rund 2700 Mitarbeitern errichtet werden. Der deutsche Branchenprimus investiert 3,7 Milliarden Euro in die Anlage. Bereits im Frühjahr 2009 soll die Produktion in einem rund drei Milliarden Euro teuren Werk in Brasilien in Betrieb aufgenommen werden.

Auch für die nähere Zukunft geht der Konzern von einer insgesamt positiven Geschäftsentwicklung aus, soweit die Konjunktur mitspielen sollte, sagte Vorstandschef Schulz. Die mittelfristigen Ziele bestätigte der Manager. Demanch soll bis 2010 ein Umsatzniveau von 60 Milliarden Euro erreicht werden, gleichzeitig soll das Vorsteuerergebnis vor Sonderposten auf 4 Milliarden Euro steigen. Nach Inbetriebnahme der Großprojekte solle ab 2012 der Umsatz in der Größenordnung von 65 Milliarden Euro liegen. Der bereinigte Vorsteuergewinn soll dann bei 4,5 bis 5 Milliarden Euro liegen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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