Kreditkrise Großer Kehraus bei Wells Fargo

Die zweitgrößte US-Hypothekenbank Wells Fargo muss wegen der Subprime-Krise 1,4 Milliarden Dollar abschreiben. Die Bank will zudem besonders riskante Hypotheken für rund 12 Milliarden Dollar verkaufen. Der Hypothekenaufkäufer Freddie Mac muss im Zuge der Krise seine Dividende halbieren.

San Francisco/New York - Die US-Bank Wells Fargo muss wegen der Kreditkrise weitere Abschreibungen vornehmen und will sich von ihren riksantesten Darlehen trennen. Im vierten Quartal werde eine Abschreibung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar verbucht werden, teilte die Bank am Dienstag nach Börsenschluss mit.

Wells Fargo plant eigenen Angaben zufolge ein Portfolio mit den besonders riskanten Hypotheken im Wert von 11,9 Milliarden Dollar zusammen zustellen und will dieses abzustoßen. Diese Portfolio bestehe aus verschiedenen Typen von Hypotheken sowie Folge-Darlehen an Hausbesitzer. Es sei davon auszugehen, dass der Verfall am Häusermarkt noch weitergehen werde, begründete Wells Fargo die geplante die Trennung.

Freddie Mac braucht dringend Geld

Der stark in Bedrängnis geratene US-Hypothekenaufkäufer Freddie Mac will sich indes durch den Verkauf von Vorzugsaktien im Wert von sechs Milliarden Dollar frisches Kapital beschaffen. Zugleich sei geplant, die Dividende zu halbieren, teilte Freddie Mac am Dienstag nach Börsenschluss mit. Die Aktionäre sollen für das vierte Quartal eine Dividende über 25 Cent je Aktie erhalten. Im dritten Quartal waren es noch 50 Cent gewesen. Die Kürzung der Dividende sei notwendig, um finanziell flexibel zu bleiben und die Forderungen der Regulierer zu erfüllen, so Freddie Mac.

Der zweitgrößte Hypothekenaufkäufer der USA nach Fannie Mae hatte durch Kreditausfälle in der aktuellen Krise viel Geld verloren. Allein für das dritte Quartal fiel ein Verlust von zwei Milliarden Dollar an. Das Geld aus dem Aktienverkauf werde angesichts der bereits aufgelaufenen sowie der noch zu erwartenden Verluste durch die Immobilien- und Kreditkrise benötigt, so Freddie Mac.

manager-magazin.de mit Material von dpa