US-Konsum Gelungener Start ins Weihnachtsgeschäft

Die Weihnachtszeit naht - in den USA hat das Geschäft mit dem Fest bereits begonnen. Und das scheint besser zu laufen als erwartet. Immerhin konnten zahlreiche Firmen ihre Umsätze steigern. Vor verfrühtem Optimismus wegen der robusten Shopping-Laune warnen die Experten allerdings noch.

Chicago - Zu Beginn des extrem wichtigen Weihnachtsgeschäfts in den USA haben die Firmen ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr offenbar gesteigert. Von Freitag bis Sonntag hätten die Kunden 42 bis 43 Milliarden Dollar ausgeben, teilte die Dienst Spendingpulse des Kreditkartenunternehmens Mastercard am Sonntag mit.

Das ist ein Zuwachs zwischen 4,5 und 5,5 Prozent. Der US-Einzelhandelsverband teilte mit, angesichts hoher Rabatte und verlängerter Öffnungszeiten seien mehr Kunden in die Läden geströmt, die aber im Schnitt weniger ausgegeben hätten. Von Donnerstag bis Sonntag seien 147 Millionen Käufer gezählt worden, 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie hätten im Schnitt aber nur 347,44 Dollar ausgegeben, 3,5 Prozent weniger als die 360,15 Dollar im Weihnachtsgeschäft 2006. Insgesamt sei das Geschäft im Jahresvergleich nahezu gleich verlaufen.

Weltweit geht an den Finanzmärkten die Angst um, die US-Bürger könnten wegen der Immobilienkrise, unruhiger Aktienmärkte sowie gestiegener Preise für Lebensmittel und Benzin ihren Gürtel enger schnallen und so die größte Volkswirtschaft der Welt in eine Rezession stürzen. Die Branchenforscher von ShopperTrak erklärten, die Umsätze zum offiziellen Start der Weihnachtssaison hätten das Niveau des Vorjahres um mehr als acht Prozent übertroffen. Am "Schwarzen Freitag" - dem Tag nach dem Feiertag Thanksgiving - verbucht der US-Einzelhandel üblicherweise bis zu fünf Prozent seiner gesamten Weihnachts-Verkäufe.

ShopperTrak erklärte am Samstag, vermutlich seien am Freitag etwa 10,3 Milliarden Dollar in die Kassen der Einzelhändler geflossen. Auch viele Einzelhändler erklärten, die Ausgabenfreude habe alle Erwartungen übertroffen. Einige Fachleute warnten jedoch vor verfrühtem Optimismus. Trotz des starken Starts könnten die gesamten Weihnachtseinkäufe noch immer dürftig ausfallen: Die Verbraucher könnten in den kommenden Wochen noch die Abkühlung des Immobilienmarktes, eine weniger freizügige Kreditvergabe der Banken und den hohen Ölpreis im Geldbeutel zu spüren bekommen, hieß es. "Wir haben 90 Prozent des Weihnachtsgeschäfts noch vor uns", sagte Michael McNamara von Spendingspulse.

Angesichts des Gedränges in den Shopping-Malls waren bereits am Freitag an der New Yorker Börse die Aktien der großen Einzelhandelsketten wie Wal-Mart , Macy's, Best Buy und Sears deutlich gestiegen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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