MAN Piëch bleibt fest im Sattel

Der Autopatriarch zementiert seine Macht: Das Landgericht München hat die Klage von Aktionärsschützern gegen die Wahl Ferdinand Piëchs in den Aufsichtsrat von MAN abgewiesen. Auch VW-Nutzfahrzeugchef Stephan Schaller darf im Kontrollgremium bleiben.

München - Das Gericht habe bei der Wahl Piechs in das MAN-Kontrollgremium keinen Verstoß gegen das Aktienrecht feststellen können, teilte das Gericht am Donnerstag in München mit. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) hatte unter anderem Interessenkonflikte bemängelt, da Piëch auch im Aufsichtsrat von Volkswagen.

Piëch war im Mai an die Spitze des MAN-Aufsichtsrates gewählt worden, nachdem der Wolfsburger Autobauer mit knapp 30 Prozent bei dem Lkw-Bauer eingestiegen war. Bei VW steht er bereist seit 2002 an der Spitze des Kontrollorgans.

Neben Piëch wurden auch Audi-Chef Rupert Stadler und VW-Nutzfahrzeugchef Stephan Schaller in das MAN-Gremium gewählt.

Auch die Klage gegen die Wahl Schallers wurde vom Gericht nun abgewiesen. Die Wahl Stadlers war von der SdK nicht angegriffen worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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