BMW Weiterer Stellenabbau bei Rover

Die Bayern werden Berichten zufolge in den nächsten drei Jahren wahrscheinlich fünf Prozent der Stellen bei ihrer britischen Tochter Rover streichen.

München/London - Der Streich-Plan entspreche 1 800 Arbeitsplätzen. Ein namentlich nicht genanntes Mitglied des BMW- Aufsichtsrates wurde in der "Financial Times" mit den Worten zitiert: "Ungefähr 600 zusätzliche Stellen pro Jahr werden verschwinden, und die Gewerkschaften bei Rover sind sich dessen sehr wohl bewusst." In den vergangenen 18 Monaten hatte sich die Zahl der Beschäftigten schon von 40.000 auf 31.200 verringert.

Der neue Stellenabbau soll nach Angaben des Aufsichtsratsmitglieds vor allem über "freiwilliges Ausscheiden" erreicht werden. Ein Teil der Einschnitte seien nötig geworden, weil die Produktion der Sitze für den R30 - Rovers geplanten neuen Kleinwagen - ausgelagert werde. Außerdem werde die Maschinenproduktion in eine neue Fabrik verlagert.

Das Aufsichtsratsmitglied habe aber Presseberichte dementiert, wonach das Unternehmen völlig umstrukturiert werden soll. BMW stehe zu Rover, hieß es. Die Verkaufszahlen für das neue Topmodell, den Rover 75, liegen den Angaben zufolge auch nicht unter den Erwartungen.

Bei Rover gingen die Auslieferungen in den ersten neun Monaten des Jahres um gut 30 Prozent auf 176.528 Fahrzeuge zurück, die Produktion wurde um über 46 Prozent auf 134.800 zurückgefahren.