IPO Dubai Ports erlöst fünf Milliarden Dollar

Am kommenden Montag steht der bislang größte Börsengang des Nahen Ostens an. Aktien des Hafenbetreibers Dubai Ports World wechseln für 1,30 Dollar den Besitzer. Vor allem arabische Anleger beteiligen sich an dem Rekord-IPO.

Dubai - Trotz der Finanzmarktkrise stoßen die Pläne des arabischen Hafenbetreibers Dubai Ports World für einen Börsengang auf enormes Interesse. Die Aktien seien 15-fach überzeichnet, teilte das staatlich kontrollierte Unternehmen am Mittwoch mit. Der Ausgabepreis für die 23 Prozent der Anteile, die an die Börse gebracht werden sollen, liege mit 1,30 Dollar am oberen Ende der Preisspanne von 1,00 bis 1,30 Dollar.

Das Emirat verkauft 17 Prozent der Anteile an der Börse. Das Unternehmen wird damit mit knapp 22 Milliarden Dollar bewertet. Der Hafenbetreiber nimmt bei dem bislang größten Börsengang des Nahen Ostens 4,96 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) ein. Am 26. November sollen die Papiere erstmals an der Börse in Dubai gehandelt werden.

Zur Zeichnung waren in erster Linie Bürger und Bewohner der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains, Kuwaits, Omans, Katars und Saudi-Arabiens zugelassen. Einige ausgewählte ausländische Großanleger durften sich ebenfalls am Börsengang beteiligen.

DP World wurde einer der großen Hafenbetreiber der Welt, als es 2006 die traditionsreiche britische Peninsular and Oriental Steam Navigation (P&O) für 6,9 Milliarden Dollar übernahm. Die P&O-Häfen in den USA mussten die Araber allerdings wegen politischen Widerstands aufgeben. Als viertgrößter Hafenbetreiber der Welt unterhalten die Araber nun 42 Schiffsterminals in 27 Ländern.

Ende 2006 hatte DP World eine Umschlagskapazität von 48,6 Millionen Standardcontainern (Zweiundzwanzig-Fuss-Äquivalent-Einheiten, TEU). Tatsächlich wurden 36,8 Millionen TEU umgeschlagen. DP World wuchs nach eigenen Angaben 2006 um 18 Prozent, verglichen mit plus 11 Prozent des Marktes insgesamt. Anfang November war der größte deutsche Hafenbetreiber HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG)  an die Börse gegangen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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