Conergy Otto Happel eingestiegen

Bei Europas größtem Solarunternehmen Conergy geht der Umbau weiter. Nach dem angekündigten Rückzug von Gründer Hans-Martin Rüter als Vorstandschef ist nun offiziell bestätigt: Otto Happel ist als neuer Aktionär in das Unternehmen eingestiegen.

Hamburg - Der frühere Gea-Großaktionär Otto Happel ist am 7. November bei dem Solarunternehmen Conergy  eingestiegen. Die Beteiligung von 4,25 Prozent mit der Option auf eine Sperrminorität von 25,1 Prozent hat er sich nach eigenen Angaben 50 Millionen Euro kosten lassen.

Meldungen vom Mittwoch, Happel habe über die von ihm kontrollierte Leemaster Ltd. seinen Anteil an Conergy bereits auf 25,14 Prozent aufgestockt, erwiesen sich als falsch. "Es handelte sich um eine offizielle Bestätigung, dass sich Herr Happel mit 4,25 Prozent an Conergy beteiligt", sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber manager-magazin.de. Diese Meldung sei offenbar missinterpretiert worden. Happel habe die Option, seinen Anteil auf 25,1 Prozent aufzustocken, bis zum heutigen Donnerstag nicht ausgeübt.

Aus dem Verkauf seines Gea-Anteils in Höhe von 20 Prozent hatte Happel im vergangenen Jahr 540 Millionen Euro erlöst. Gemeinsam mit Interimschef Dieter Ammer gehört Happel nun zu den Großaktionären von Conergy.

Das Solarunternehmen hatte in der vergangenen Woche einen Führungswechsel angekündigt. Demnach übergibt der Unternehmensgründer Hans-Martin Rüter den Vorstandsvorsitz am Donnerstag an den früheren Tchibo-Chef Dieter Ammer, der den Chefposten jedoch nur vorübergehend übernehmen wird. Ammer ist derzeit noch Aufsichtsratschef von Conergy.

Der Sanierungsspezialist Pepyn R. Dinandt wird unterdessen von diesem Donnerstag an dem Vorstandsgremium angehören und dann auch Stellvertreter von Interimschef Dieter Ammer, teilte Unternehmenssprecher Thorsten Vespermann am Dienstag mit.

Die Aktie von Conergy  ist seit einer Gewinnwarnung im Oktober stark unter Druck geraten.