Lanxess Auf Kurs

Der Chemiekonzern Lanxess hat nach einem robusten dritten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Auch bei der Profitabilität rücken die Leverkusener an die Konkurrenz heran.

Leverkusen - Der Chemiekonzern Lanxess  hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient und seine Ertragskraft weiter verbessert. Ein höherer Absatz sowie die laufenden Sparprogramme trugen zu dem Gewinnanstieg bei.

"Das ist unser stärkstes drittes Quartal. Auf dieser Basis werden wir unseren Wachstumskurs fortsetzen", kündigte Konzernchef Axel Heitmann am Mittwoch in Leverkusen an.

Der Überschuss sprang auf 75 Millionen Euro in die Höhe, nach 36 Millionen vor Jahresfrist. Noch im zweiten Quartal hatte der Verkauf der ertragsschwachen Kunststoffsparte Lustran den Chemiekonzern in die roten Zahlen gedrückt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen nahm in den Monaten Juli bis September um 6,7 Prozent auf 175 Millionen Euro zu. Analysten hatten im Schnitt mit 170 Millionen Euro gerechnet.

Lanxess setzte im Quartal 1,705 Milliarden Euro um, das entspricht einem leichten Plus von 0,8 Prozent. Seine operative Rendite erhöhte Lanxess im dritten Quartal auf 10,3 Prozent nach 9,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Damit ist das Unternehmen dem Ziel etwas nähergekommmen, in punkto Profitabilität an die Wettbewerber heranzurücken.

Die Konkurrenz hatte im Jahr 2006 eine Umsatzrendite von 12 bis 14 Prozent erreicht. Beim Schuldenabbau kam Lanxess ebenfalls voran. Ende September standen noch Nettofinanzschulden von 491 Millionen Euro in den Büchern nach 511 Millionen zum Jahresende 2006.

Für das Gesamtjahr steuert die Lanxess-Führung wie bisher einen Anstieg des Ebitda vor Sondereinflüssen auf 700 bis 720 Millionen Euro an. 2006 hatte der Konzern 675 Millionen Euro erreicht. Lanxess rechnet für das vierte Quartal zwar damit, dass die US-Wirtschaft etwas an Dynamik verliert. Die Chemiekonjunktur werde aber von einer robusten Nachfrage aus Asien und Lateinamerika sowie der stabilen Entwicklung in Europa gestützt, hieß es im Zwischenbericht.

manager-magazin. de mit Material von reuters

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