RWE Unter Strom

Der Versorger RWE hat bei sinkendem Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres einen satten Ergebnisschub verzeichnet. Den Börsengang seiner US-Wassertochter American Water schiebt der Konzern angesichts der ungünstigen Lage am Markt erst einmal auf.

Essen – Der Versorger RWE  hat den Börsengang seiner amerikanischen Wassertochter American Water verschoben. Aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen am US-amerikanischen Kapitalmarkt gehe RWE nicht davon aus, dass ein fairer Wert für die Tochter erzielt werden könne, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit.

Den Erlös aus dem Börsengang wollte RWE an die Aktionäre ausschütten. Einen Aktienrückkauf sowie eine höhere Ausschüttungsquote werde es nun nicht geben, hieß es. Ursprünglich wollte RWE die Mehrheit der Gesellschaft bis zum Jahresende an die Börse bringen und damit seine Konzentration auf das Kerngeschäft abschließen.

Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnete der Energiekonzern einen satten Ergebnissprung. Der Betriebsgewinn kletterte um 20,5 Prozent auf 5,83 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Überschuss erhöhte sich um 35,1 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro, während der Umsatz von 32,24 Milliarden auf 31,5 Milliarden Euro zurückging. Das Gewinnplus erklärte die Gesellschaft mit Zuwächsen seiner Stromerzeugungssparte, wodurch Belastungen durch den Ausfall des Kernkraftwerks Biblis sowie der Netzregulierung ausgeglichen wurden.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx