Eon Die Zahlen stimmen

Die hohen Strompreise zahlen sich für Eon aus, vor allem im Ausland verdient der Energiekonzern: Umsatz und Gewinn wurden in den ersten drei Quartalen deutlich gesteigert. Auch die Aussichten für den Rest des Jahres sind glänzend.

Düsseldorf - Der wegen der geplanten Strompreiserhöhungen in die Kritik geratene Energiekonzern Eon  macht weiter gute Geschäfte. Umsatz und Ergebnis wuchsen in den ersten neun Monaten dieses Jahres kräftig. Der bereinigte Konzernüberschuss sei um 22 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen, teilte der größte deutsche Energieversorger mit.

Vor allem deutliche Gewinnsteigerungen in Großbritannien und Skandinavien hätten zu der positiven Entwicklung geführt. Der Konzernumsatz stieg um 7 Prozent auf 49,4 Milliarden Euro.

In Deutschland und den zentraleuropäischen Märkten sei das Ergebnis dagegen durch höhere Strombezugskosten, größere Aufwendungen für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und niedrigere Netzerlöse belastet worden, hieß es in der Eon-Mitteilung.

Der Energieversorger will seine Strompreise in Deutschland zum Jahreswechsel um bis zu 10 Prozent erhöhen. Vorstandschef Wulf Bernotat hatte diesen Schritt unter anderem mit deutlich gestiegenen Großhandelspreisen für Strom begründet. Eon war nach der Preisankündigung, wie auch andere Stromkonzerne, vom Bundeskartellamt und der Netzagentur scharf kritisiert worden.

Im Gasgeschäft habe die milde Witterung zu einem deutlichen Absatz- und Ergebnisrückgang geführt. Erst im kälteren dritten Quartal habe sich der Abstand zum Vorjahr verringert. Für das gesamte Jahr bekräftigte Bernotat die Prognose, wonach das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) um 5 bis 10 Prozent zulegen soll. Der Überschuss soll im gleich Umfang steigen. Im vergangenen Jahr hatte der bereinigte Konzernüberschuss 4,4 Milliarden Euro betragen.

Bernotat kündigte höhere Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien an. Bis zum Jahr 2010 sollen rund sechs Milliarden Euro investiert werden, bislang waren 3 Milliarden Euro eingeplant. Eon will vor allem seine Kapazitäten zur Stromgewinnung durch Windkraft ausbauen. Fortschritte machte der Konzern bei seinem Aktienrückkaufprogramm, für das insgesamt sieben Milliarden Euro aufgewendet werden sollen. Bislang seien für 2,8 Milliarden Euro eigene Anteilsscheine erworben worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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