Blackstone Besorgte Aktionäre

Anleger des Investmenthauses Blackstone müssen schlechte Nachrichten ihres Unternehmens verkraften: Im ersten Quartal nach dem Börsengang hat ihre Gesellschaft einen Verlust eingefahren - nicht zuletzt aufgrund des Börsengangs. Auf Jahressicht sieht es besser aus.

New York - Die amerikanische Investmentfirma Blackstone  ist im ersten vollen Quartal nach ihrem Börsengang in die Verlustzone gerutscht. Kosten durch die Erstemission sowie die Immobilienkrise brachten ein Minus von umgerechnet 77,7 Millionen Euro, hat Blackstone heute in New York mitgeteilt. Im Vorjahresquartal stand unter dem Strich noch ein Gewinn von 372,5 Millionen Dollar.

Unter anderem durch Vergütungen und andere Kosten im Rahmen des Börsengangs verbuchte die Beteiligungsgesellschaft aber rund 800 Millionen Euro an Sonderlasten. In der Immobiliensparte brachen die Erlöse zudem um 44 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat ein. Umsatzzuwächse verbuchten dagegen die Bereiche Private-Equity-Beteiligungen, alternative Vermögensverwaltung und die Finanzberatung.

Das Geschäft milliardenschwerer Unternehmenskäufe mit Privatkapital abseits der Börse war durch die Kreditkrise zurückgegangen. Die Marktbedingungen seien für Blackstone "Herausforderung und Chance" zugleich, sagte Firmengründer Stephan Schwarzmann.

In den ersten neun Monaten steigerte Blackstone allerdings seinen Gewinn um 65 Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar. Der Umsatz verdoppelte sich sogar auf rund 2,7 Milliarden Dollar.

Blackstone, eine der weltgrößten Beteiligungsgesellschaften, war im Juni an die Börse gegangen und hatte mehr als 4 Milliarden Dollar erlöst. Die Gründer Stephen Schwarzman und Peter Peterson bekamen davon rund 2,3 Milliarden Dollar. Der Kurs der Aktie ist seit der Erstnotierung um fast ein Drittel gefallen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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