Porsche Vier Milliarden Euro Gewinn

Der Sportwagenhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr offensichtlich ein Rekordergebnis erzielt. Medienberichten zufolge kann Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit einem Gewinn von mehr als vier Milliarden Euro rechnen. Den gewaltigen Überschuss verdankt Porsche vor allem dem Einstieg bei Volkswagen.

Berlin - Der Sportwagenhersteller Porsche  hat einem Medienbericht zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 einen Rekordgewinn eingefahren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab ohne Nennung von Quellen berichtete, kann Porsche-Chef Wendelin Wiedeking einen Gewinn von mehr als vier Milliarden Euro vermelden. Der Umsatz lag demnach bei 7,4 Milliarden Euro.

Analysten hätten ihre Schätzungen im Laufe des Jahres immer wieder erhöht, hieß es in dem Bericht weiter. Der Gewinnanstieg sei im Wesentlichen auf den Einstieg bei Volkswagen  zurückzuführen. So habe Porsche allein mit Kurssicherungsgeschäften mehrere hundert Millionen Euro verdient. Es wird erwartet, dass Porsche die neuen Gewinnzahlen nach einer Aufsichtsratssitzung am Montag bekanntgibt.

Im Jahr davor hatte Porsche den Überschuss um fast 80 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro gesteigert und den Vorsteuergewinn um 70 Prozent auf 2,11 Milliarden. Auch damals waren der Einstieg bei VW und Kurssicherungsgeschäfte wichtige Gewinnquellen. Der Umsatz war um 10,6 Prozent auf 7,27 Milliarden Euro gewachsen.

Porsche besitzt derzeit knapp 31 Prozent an Europas größtem Automobilbauer Volkswagen und hat eine Erhöhung des Anteils nicht ausgeschlossen. Eine wichtige Hürde für eine Erhöhung war vor kurzem mit dem Fall des VW-Gesetzes beseitigt worden. Das Gesetz hatte unter anderem bestimmt, dass der Stimmrechtsanteil unabhängig vom Aktienanteil nie mehr als 20 Prozent betragen darf.

Der Aufsichtsrat von Porsche soll aber auf seiner Sitzung am Montag noch keine Erhöhung des Anteils an Volkswagen beschließen. Wie die "Frankfurter Rundschau" (Montagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, steht im Mittelpunkt der Sitzung des Kontrollgremiums der Jahresabschluss des Sportwagenbauers. Für eine Stellungnahme konnte bei Porsche am Sonntag niemand erreicht werden.

Unterdessen hat Porsche-Chef Wiedeking vor Produktionsausfällen durch weitere Bahnstreiks gewarnt. "In unserem Leipziger Werk erhalten wir aus dem VW-Werk in Bratislava täglich per Bahn 180 Karosserien für die Produktion des Cayenne. Wenn dieser Zug ausbleibt, würde unsere Produktion stillstehen", sagte Wiedeking der "Bild am Sonntag".

manager-magain.de mit Material von dpa, reuters und ddp