Deutsche Post Gemischte Zahlen

Der Umsatz ist gestiegen, der Gewinn gesunken, so lässt sich das dritte Quartal der Deutschen Post zusammenfassen. Für das Gesamtjahr 2007 hob das Unternehmen seinen Ausblick leicht an.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Post  hat im dritten Quartal dank guter Geschäfte in den Sparten Express, Logistik und Finanzdienstleistungen einen Umsatzsprung verbucht. Für das Gesamtjahr hob die Post am Donnerstag in Frankfurt die Ziele an. Das Ebit soll bei 3,7 Milliarden Euro liegen. Bisher hatte das Ziel bei mindestens 3,6 Milliarden Euro gelegen.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz von 14,893 auf 15,638 Milliarden Euro. Die Prognose lag bei 15,75 Miliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern, dem wichtigsten Kennwert für das operative Geschäft, schrumpfte allerdings von 1,030 Milliarden auf 841 Millionen Euro. Die Prognose lag bei 809 Millionen Euro. Unter dem Strich sank der Überschuss von 539 auf 350 Millionen Euro, verglichen mit der Prognose von 451,5 Millionen Euro.

Der erwartete Gewinnrückgang ergibt sich aus positiven Einmaleffekten im Vorjahresquartal. Damals hatte die Post durch Posten wie den Verkauf der BHW-Leben und PB-Leben einen Sonderertrag knapp 400 Millionen Euro eingestrichen.

Die Deutsche Post hat sich auch von dem Ziel, im nordamerikanischen Express-Geschäft ab 2009 Gewinn zu schreiben, verabschiedet und ihre Langfrist-Gewinnprognose für das Jahr um rund 500 Millionen Euro gekürzt. 2009 erwarte der Konzern nun ein operatives Ergebnis (Ebit) von rund 4,7 Milliarden Euro, teilte die Post am Donnerstag in Frankfurt mit. Im kommenden Jahr solle das Ebit rund 4,2 Milliarden Euro erreichen. Die Aktionäre sollen für 2007 nach den Plänen des Vorstands eine Dividende von 90 Cent erhalten.

Darüber hinaus will das Unternehmen Sondergewinne aus dem Verkauf von Immobilien und nichtstrategischen Vermögenswerten an die Aktionäre fließen lassen. "Wenn das Geld da ist, werden wir entscheiden, welche Form das annimmt", sagte Finanzvorstand John Allan am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz. Denkbar seien Aktienrückkäufe oder eine Sonderdividende. Zuvor hatte die Post angekündigt, mit durch Verkäufe bis Ende 2009 eine Milliarde Euro einzunehmen. Allan soll im November auch die neue Strategie der Post verkünden. Erst im Mai wurde das Unternehmen von Anlegern heftig kritisiert, unter anderem wegen Intransparenz.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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