Neuemissionen Evotec und ADS vorbörslich gesucht

Die gute Börsenlaune bringt auch Neuemissionen wieder in Schwung. Vorbörslich erhalten selbst lahme Werte wie Orad und Toys International gute Notierungen. Die Renner sind Evotec und ADS.

Frankfurt - Das Engagement der Anleger bei Neumemissionen scheint wieder deutlich zuzunehmen. Im Handel per Erscheinen zeigen sich nach Händlerangaben am Dienstag jedenfalls wieder gute Umsätze bei steigenden Notierungen.

Weit vorne beim Umsatz liege nach wie vor die Aktie von Evotec, bei der nach Bekanntgabe des Emissionspreises vom 13,00 Euro am Morgen ein Umsatz zwischen 50.000 und 60.000 Titeln zu verzeichnen sei, sagte Norbert Empting von der Börsenmakler Schnigge AG. Das Niveau 21,00 zu 23,00 Euro bezeichnete er als stabil, allerdings hätten wohl viele Anleger noch keine Zuteilung. Jedenfalls fehlten bislang größere Abgaben. Für die Erstnotiz des Papiers am Mittwoch am Neuen Markt erwartet er eine Eröffnung im Bereich der Preistaxe.

Guiseppe G. Amato von der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG erwartet für Evotec maximal einen "Doppler". Voraussetzung sei jedoch ein weiterhin gut laufender Gesamtmarkt. Deutlich fester zeigen sich am Dienstag ADS, die 11,00 zu 12,00 Euro gestellt werden. Die Bookbuildingsspanne liegt bei sechs bis sieben Euro, sodass Erstzeichnern ein ansehnlicher Zeichnungsgewinn winkt. Bei Umsätzen von rund 30.000 Stücken sei die Aktie in der Spitze bereits bis 12,50 Euro bezahlt gewesen, so Empting.

Niedriger sind die Umsätze bei den anderen Werten. Direkt Anlage Bank notieren vorbörslich bei 17,50 bis 18,50 Euro. In der Zeichnungsfrist ist das Papier derzeit noch für 9,50 bis 12,50 Euro zu haben.

Über der Bookbuildingsspanne liegende Kurse erzielen vorbörslich sogar Orad und Toys International - zwei Werte, die bei nur etwas pessimistischerer Börsenstimmung bei den Anlegern voraussichtlich keine Chance gehabt hätten. Toys International wurde sogar der Einstieg in den Neuen Markt verwehrt, stattdessen will das Unternehmen nun in den SDax. Bei der israelischen Orad ist zu befürchten, dass Altaktionäre den Börsengang zum Ausstieg nutzen.