Linde "Der Konzernumbau ist geglückt"

Der weltgrößte Gasekonzern Linde will im laufenden Jahr seinen Gewinn zweistelig steigern. Gut ein Jahr nach der Übernahme der britischen BOC sei Linde "robust und wetterfest" aufgestellt, sagt Konzernchef Wolfgang Reitzle. Im dritten Quartal ist das operative Ergebnis um rund 20 Prozent geklettert.

München - Der Industriegasekonzern Linde  geht für das laufende Jahr von einem operativem Gewinn von bis zu 2,4 Milliarden Euro aus. Nach der Übernahme der britischen BOC entspreche dies einer zweistelligen Steigerungsrate des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und Sondereinflüssen, teilte Linde am Dienstag mit. Der Umsatz werde gut zwölf Milliarden Euro erreichen.

"Gut ein Jahr nach der Übernahme von BOC kann ich festhalten: Wir sind robust und wetterfest aufgestellt", erklärte Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle gemäß einer Pflichtmitteilung. "Der Konzernumbau ist geglückt, wir gehen deutlich gestärkt an die vor uns liegenden Aufgaben."

BOC hatte Linde rund zwölf Milliarden Euro gekostet. Reitzle bekräftigte die Erwartung, dass die Übernahme 2009 erstmals den vollen Betrag der erwarteten Synergien von 250 Millionen Euro jährlich erreichen werden.

Im dritten Quartal hat Linde nach eigenen Angaben einen Umsatz von 3,07 Milliarden Euro und einen um knapp ein Fünftel höheren operativen Gewinn von 612 Millionen Euro verbucht. Der Konzerngewinn nach Steuern sei allerdings auf 150 Millionen von 178 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Um die Vergleichbarkeit der Geschäftsentwicklung zu gewährleisten, wurden laut Linde die Vorjahreszahlen für Umsatz und operatives Ergebnis (Ebitda) an die neue Konzernaufstellung angepasst. Die entsprechenden Vorjahreswerte beinhalteten also die verbleibenden Kernaktivitäten von BOC, während die im vergangenen Jahr veräußerte Gabelstaplersparte Kion, das Komponentengeschäft von BOC Edwards sowie die anderen im Rahmen der BOC-Transaktion veräußerten Gesellschaften herausgerechnet sind, teilte Linde weiter mit.

Auf Neun-Monats-Basis habe Linde per Ende September dieses Jahres den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 Prozent auf 8,958 Milliarden Euro erhöht und das operative Ergebnis auf 1,770 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,517 Milliarden) gesteigert. Dies entspreche einem Plus von 16,7 Prozent.

Nach Steuern wies Linde ein Ergebnis von 764 Millionen Euro aus, was deutlich über dem Vorjahreswert von 451 Millionen Euro liegt. Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend auf 4,48 Euro (Vorjahr 3,38 Euro). Bereinigt um die Sondereffekte betrug das Ergebnis je Aktie 3,55 Euro (3,50 Euro), teilte Linde am Dienstag weiter mit.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen