UBS Kreditkrise zerschießt Bilanz

Die Kreditkrise schlägt bei der UBS voll ins Kontor. Aus einem Milliardengewinn im Vorjahr ist nun ein hoher dreistelliger Millionenverlust geworden. Die Schweizer Großbank schließt weitere Abschreibungen wegen der Kreditkrise nicht aus.

Zürich - Die Schweizer Großbank UBS  hat im dritten Quartal 2007 wegen der Krise am US-Hypothekenmarkt einen Verlust von 726 Millionen Franken (433 Millionen Euro) verzeichnet. Im Vorjahreszeitraum hatte die Bank noch einen Gewinn von 2,199 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im vierten Quartal will die Großbank wieder profitabel sein, teilte sie am Dienstag mit.

Grund für diesen negativen Abschluss seien hohe Verluste und Abschreibungen im US-Subprimemarkt für Wohnimmobilien. Diese führen zu einem Verlust im entsprechenden Segment der Investmentbank in Höhe von 4,2 Milliarden Franken.

Der Verlust entspricht in etwa der Prognose vom 1. Oktober. Seinerzeit hatte die Bank einen Vorsteuerverlust von 600 bis 800 Millionen Franken infolge milliardenschwerer Abschreibungen und zugleich den Abbau von 1500 Stellen in ihrer Investmentbank angekündigt.

Für die ersten neun Monate 2007 beläuft sich der Gewinn der größten Schweizer Bank damit noch auf 7,7 Milliarden Franken im Vergleich zu 8,8 Milliarden im Jahr davor. Im zweiten Quartal 2007 hatte die UBS zudem auch noch Sondereinnahmen von rund zwei Milliarden Franken für den Verkauf ihrer Anteile an der Bank Bär erzielt.

Die Bank bekräftigte Aussagen vom Montag, wonach es unter bestimmten Bedingungen im Zusammenhang mit der Subprime-Krise zu weiteren Abschreibungen kommen könnte und sich das Schlussquartal voraussichtlich nicht so gut entwickeln werde wie in der Anfangsphase. Ergänzend fügte die UBS hinzu, dass die Sparte Investmentbanking in den letzten drei Monaten des Jahres wahrscheinlich keinen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis von UBS leisten werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa