Mittwoch, 18. September 2019

Volkswagen Gewinn besser als erwartet

Volkswagen legt bei Gewinn und Umsatz zu - vor allem die Größenordnung des Gewinnzuwachses hatten Analysten so nicht vorhergesehen. Der Börsenkurs reagiert darauf allerdings kaum.

Wolfsburg - Der Autobauer Volkswagen Börsen-Chart zeigen hat in den ersten neun Monaten bei Umsatz und Gewinn zugelegt und die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen.

Sauberes Quartal: Volkswagen kann mit guten Zahlen aufwarten
In den Monaten Januar bis September habe der operative Gewinn des Konzerns bei 4,279 Milliarden Euro gelegen, nach durch Sondereffekte getrübten 1,241 Milliarden ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 4,126 Milliarden Euro gerechnet.

Der Umsatz stieg von 77,030 auf 80,958 Milliarden Euro und blieb damit leicht hinter den Erwartungen zurück. Damit fehlen dem Konzern vor den letzten drei Monaten nicht einmal mehr 400 Millionen Euro, um das für 2007 gesteckte Gewinnziel von 5,1 Milliarden Euro zu erreichen.

Die Analysten hatten im Schnitt mit 81,680 Milliarden Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine bisherigen Ziele für Umsatz, Absatz und Gewinn. Die Aktie, die bereits in den vergangenen Wochen rasant gestiegen war, reagierte kaum.

Ungeachtet eines leichten Absatzwachstums in Nordamerika hat der Volkswagen-Konzern in den ersten neun Monaten 5,3 Prozent Umsatz auf dem größten Automobilmarkt weltweit verloren. Wie aus dem Drittquartalsbericht hervorgeht, den der Wolfsburger Konzern am Freitag veröffentlichte, ist dies im Wesentlichen auf den anhaltend schwachen Dollar sowie niedrigere Einnahmen pro Fahrzeug zurückzuführen. Umgesetzt wurden 10,0 (im Vorjahr: 10,6) Milliarden Euro bei 374.000 (369.000) verkauften Fahrzeugen in Nordamerika.

Dagegen verzeichnete der Konzern in allen übrigen Regionen Umsatzzuwächse. Angaben zur Profitabilität des lange Zeit verlustträchtigen US-Geschäftes gibt es in dem Bericht nicht. Für 2009 hat VW wieder Gewinne in Nordamerika in Aussicht gestellt. Seit Jahren verbucht der Konzern rote Zahlen auf dem weltweit wichtigsten Fahrzeugmarkt. Im Jahr 2006 waren 607 Millionen Euro Verlust angefallen, ein Jahr zuvor 866 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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