Citigroup Gewinn bricht um 57 Prozent ein

Die Hypothekenkrise hat ein großes Loch in die Bilanz der größten US-Bank Citigroup gerissen. Analysten hatten mit noch höheren Verlusten gerechnet. An der Wall Street wird damit gerechnet, dass eine Bankengruppe in Kürze die Gründung eines milliardenschweren Auffangfonds bekannt geben wird.

New York - Der Nettogewinn der Citigroup  brach im turbulenten dritten Quartal um 57 Prozent auf 2,38 Milliarden Dollar ein, wie das Geldhaus am Montag mitteilte. Der Gewinn je Aktie betrug demnach damit 0,47 Dollar. Die Einnahmen bezifferte der Konzern mit 22,7 Milliarden Dollar, einem Plus von sechs Prozent.

Unter anderem machten der Citigroup hohe Abschreibungen im Geschäft mit Hypotheken und Krediten für Großübernahmen, aber auch eine Schwäche im Privatkundengeschäft zu schaffen.

Der Konzern hatte bereits vor kurzem vor einem Gewinneinbruch gewarnt. Analysten hatten im Schnitt mit einem noch stärkeren Gewinneinbruch und einem verbleibenden Gewinn je Aktie von 0,43 Dollar gerechnet, die Einnahmen sahen sie bei 20,8 Milliarden Dollar.

Sicherungsfonds über 100 Milliarden US-Dollar

Kreisen zufolge beteiligten sich die Citigroup , JPMorgan Chase und die Bank of America  an Gesprächen zur Gründung eines rund 100 Milliarden Dollar schweren Fonds, mit dem marode Hypothekendarlehen und andere Finanzinstrumente zurückgekauft werden könnten. Die Gespräche seien von Vertretern des US-Finanzministeriums angestoßen worden, um eine Ausweitung der Krise zu verhindern. Allerdings könnten auch andere Banken und Investoren dem Fonds beitreten, hieß es am Sonntag.

Die größte europäische Bank HSBC  ist nach eigenen Angaben nicht an Gesprächen zum Aufbau des Sicherungsfonds beteiligt. Auch gebe es in Europa keine Pläne, einen ähnlichen Fonds aufzulegen, der die Auswirkungen der Kreditkrise abmildern könnte, sagte HSBC-Vorstand Sandy Flockhart am Montag.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa