Montag, 23. September 2019

Zinssenkung Fed sah Gefahr des Flächenbrands

Die Entscheidung der US-Notenbank Fed für eine Zinssenkung um 50 Basispunkte ist im September einstimmig gefallen. Laut Protokoll sahen die Notenbanker die Gefahr einer "signifikanten Ausweitung der Krise".

New York - Die Notenbanker stimmten darin überein, dass ein solcher Schritt notwendig sei, um die US-Wirtschaft im Zuge der Turbulenzen an den Kreditmärkten zu schützen, wie aus dem Protokoll der Fed-Sitzung vom 18. September hervorgeht, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Fed-Chef Bernanke:
Risiko-Statement im September vermieden
Der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank hat bei der Leitzinssenkung auf seiner September-Sitzung die Gefahr einer breiteren Schwäche bei Produktion und Beschäftigung gesehen. Alle Mitglieder hätten eine Zinssenkung mit Blick auf Risiken durch die Verschärfung der Kreditbedingungen und eine Intensivierung der Korrektur am Häusermarkt befürwortet, teilte die US-Notenbank mit.

Mit Blick auf die Inflationsentwicklung zeigten sich die Mitglieder unterdessen etwas zuversichtlicher, dass sich der Rückgang der Inflation fortsetze.

Die US-Börsen legten nach der Veröffentlichung des Protokolls am Abend leicht zu. Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen notierten bis 20.15 Uhr jeweils 0,2 Prozent im Plus.

Das Protokoll war mit Spannung erwartet worden, weil sich die Finanzmarktteilnehmer davon Hinweise versprachen, wie die Zinspolitik der Fed in den kommenden Monaten aussehen wird und ob es eventuell weitere Zinssenkungen geben wird. Die Zinsen in der weltgrößten Volkswirtschaft liegen derzeit bei 4,75 Prozent.

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