Douglas Duftes Ergebnis

Beim Handelskonzern Douglas brummt weiter das Geschäft: Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerten die Hagener ihren Umsatz um satte 12 Prozent.

Hagen - Der Handelskonzern Douglas  hat im Geschäftsjahr 2006/2007 trotz der Mehrwertsteuererhöhung seinen Umsatz kräftig gesteigert. Vor allem durch Zukäufe und ein starkes Wachstum im Ausland konnte sich die durch ihre Parfümerien bekannte Gruppe vom negativen Branchentrend im Inland absetzen.

Die Erlöse legten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf drei Milliarden Euro zu, wie das Hagener Unternehmen am Montag mitteilte. "Damit haben wir erneut unser Umsatzziel erreicht, das eine Steigerung zwischen 10 und 12 Prozent vorsah", sagte Douglas-Chef Henning Kreke.

Als Wachstumstreiber erwiesen sich vor allem die Parfümerien als größte Sparte und die ebenfalls durch Zukäufe gestärkte Buchkette Thalia. Aber auch bei Schmuck, Mode und Süßwaren übertraf Douglas die Vorjahresumsätze. Auf vergleichbarer Fläche legte der Erlös insgesamt 3,3 Prozent zu.

Zum Ergebnis machte das Unternehmen keine Angaben, bekräftigte aber die Prognose. Nach einem unerwartet starken Weihnachtsquartal - in dem der Konzern sein größtes Geschäft macht - hatte Douglas einen Vorsteuergewinn von 139 bis 142 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Abschluss soll am 16. Januar vorgestellt werden.

Der Einzelhandel ist insgesamt in diesem Jahr noch nicht in Fahrt gekommen. Die Händler setzten nach Angaben des Branchenverbandes HDE von Januar bis August nominal 0,9 Prozent und real 1,6 Prozent weniger um als im Vorjahr.

Mit seinem Umsatzplus schlug sich Douglas leicht besser, als Analysten erwartet hatten. Sie hatten mit einem Plus von 11,4 Prozent gerechnet. Sowohl im Inland als auch außerhalb des Heimatmarktes wuchs Douglas - Akquisitionen eingerechnet - um 12 Prozent. Allein im Parfümeriegeschäft entfallen mittlerweile 47,7 Prozent der Umsätze auf das Ausland.

Der Schwerpunkt im laufenden Geschäftsjahr liege unverändert auf der Expansion der Geschäftsbereiche Parfümerien und Bücher, teilte Douglas mit. Aber auch die Sparten Schmuck (Christ), Mode (Appelrath-Cüpper) und Süßwaren (Hussel) sollten weiter ausgebaut werden.

manager-magazin.de mit Material von reuters