ThyssenKrupp "Vorjahr deutlich übertroffen"

ThyssenKrupp hat nach Angaben von Vorstandschef Ekkehard Schulz die Umsatz- und Ergebnisziele in dem Ende September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr erreicht.

Berlin - 2006/07 sei das bisher beste Geschäftsjahr des Konzerns gewesen, bekräftigte Schulz am Sonntag im Vorfeld der Weltstahlkonferenz in Berlin.

"Das schon hervorragende Geschäftsjahr 2005/06 ist noch einmal deutlich übertroffen worden." Nach Angaben von Schulz hat ThyssenKrupp  damit einen Gewinn vor Steuern von rund 3,6 Milliarden Euro ohne Sondereffekte und einschließlich Sondereffekten von rund 3,2 Milliarden Euro erzielt. Der Umsatz sei auf über 50 Milliarden Euro geklettert.

Schulz bekräftigte auch noch einmal die Mittel- und Langfristplanung des Dax-Konzerns. Bis 2010 solle der Umsatz auf rund 60 Milliarden Euro steigen und ein Ergebnis vor Steuern vor Sondereinflüssen von nachhaltig 4 Milliarden Euro erreicht werden, sagte er. Langfristig plane der Konzern dann mit einem Umsatz von 65 Milliarden Euro und einem Vorsteuer-Gewinn von 4,5 Milliarden bis 5 Milliarden Euro.

Der für das Flachstahl-Geschäft verantwortliche Konzernvorstand Karl-Ulrich Köhler verwies am Sonntag darauf, dass ThyssenKrupp auch für die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2007/08 schon "positive Signale" aus dem Stahlmarkt habe. China bleibe der Wachstumstreiber des internationalen Stahlmarktes, sagte er. Die anderen Regionen der Welt zeigten stabile Tendenzen mit leichter Aufwärtstendenz. "Die Stahlkonjunktur verstetigt sich auf höchstem Niveau", sagte Köhler.

Der für das Edelstahl-Geschäft zuständige ThyssenKrupp-Vorstand Jürgen Fechter verwies darauf, dass sich für das soeben begonnene Geschäftsjahr 07/08 "die Vorzeichen auf dem Rostfrei-Markt temporär geändert" hätten. Die verschlechterte Situation sei zum einen auf die Preisentwicklung beim Nickel zurückzuführen. Zum anderen werde die gegenwärtige Situation massiv durch Importe von rostfreien Flachprodukten nach Europa beeinflusst, die insbesondere aus China kämen.

Andreas Heitker, Dow Jones Newswires