Börsenpoker Dubai und Nasdaq legen nach

Die Kooperationspartner Nasdaq und Börse Dubai haben ihr Angebot für den nordischen Marktbetreiber OMX von 4,0 auf 4,9 Milliarden Dollar erhöht. Statt mit 90 Prozent wollen sie sich nun bereits mit 50 Prozent der Papiere zufrieden geben.

Stockholm/New York - Wie die Nasdaq  und die Börse Dubai am Mittwoch mitteilten, haben sie sich zusammen 47,6 Prozent an der OMX  gesichert. Zudem lockerten sie die Bedingungen für eine erfolgreiche Übernahme: Zunächst wollten sie 90 Prozent der OMX-Papiere unter ihre Kontrolle bringen, nun wollen sie sich bereits mit mindestens 50 Prozent zufrieden geben.

Das Übernahmeangebot beläuft sich nun auf 265 schwedische Kronen pro OMX-Aktie nach zuvor 230 Kronen. Die skandinavische Bank Nordea  kündigte prompt an, ihren OMX-Anteil von 4,98 Prozent an die beiden Kooperationspartner verkaufen zu wollen.

Vergangene Woche hatte Katar OMX-Aktien für 260 Kronen gekauft und hält nun knapp 10 Prozent an der OMX . Offenkundig wollte der Golfstaat die Übernahmepläne von Nasdaq und Dubai durchkreuzen.

OMX-Papiere kosteten am Mittwoch bereits gut 275 Kronen und lagen damit über dem aufgebesserten Angebot der Nasdaq und der Börse Dubai.

Nachdem die Börse Dubai im August mit einem Angebot von 230 Kronen (25 Euro) je Aktie ein Angebot der Nasdaq um mehr als 10 Prozent übertroffen hatte, hatten sich die beiden Konkurrenten überraschend in einem komplizierten Vertragswerk geeinigt. Mit einer Überkreuzbeteiligung wollen sich Nasdaq und die Börse Dubai gegenseitig aneinander binden und die Amerikaner werden sich die OMX einverleiben.

Der neue, größere Börsenbetreiber soll dann unter dem Namen Nasdaq OMX Group firmieren. Im Gegenzug erhält die Börse Dubai von dem amerikanischen Börsenbetreiber einen Großteil von dessen Beteiligung an der London Stock Exchange .

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx