Konjunktur Konsumklima eingetrübt

Das Konsumklima in Deutschland hat sich eingetrübt, beobachtet die Gesellschaft für Konsumforschung. Die Grundstimmung der Deutschen bleibt allerdings positiv.

Nürnberg - Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und steigende Lebensmittelpreise haben die Stimmung der Verbraucher in Deutschland zum zweiten Mal in Folge gedrückt. Das Konsumklima prognostiziere nach revidiert 7,4 (zunächst 7,6) Punkten im September einen Wert von 6,8 Punkten für Oktober, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Mittwoch in Nürnberg mit.

Ökonomen hatten im Schnitt mit einem moderateren Rückgang auf 7,0 Punkte gerechnet. Trotz der Eintrübung bleibe eine positive Grundstimmung der Konsumenten erkennbar.

Ausschlaggebend für den erneuten Rückgang der Kennzahl seien vor allem zuletzt leicht eingetrübte Rahmenbedingungen, hieß es seitens GfK. Vor allem die US-Hypothekenkrise und steigende Lebensmittelpreise hätten die Konsumlaune verringert. Für höhere Skepsis der Verbraucher hätten auch die verminderten Konjunkturaussichten infolge des starken Euro, die hohen Energiepreise und die schwächere Konjunktur in den USA gesorgt. Infolgedessen seien alle drei Hauptindikatoren gesunken - auch die zuletzt noch vergleichsweise stabile Anschaffungsneigung.

Die Konjunkturerwartungen nähern sich mit einem Minus von 7,7 Punkten ihrem Wert vom Jahresbeginn. Der Indikator notiert nunmehr bei 40,7 Punkten. Die Einkommenserwartungen sanken um 6,9 Punkte auf 2,3 Zähler. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2007. Besonders jüngste Preissteigerungen im Lebensmittelbereich hätten sich negativ ausgewirkt, hieß es. Die Anschaffungsneigung ging um 6,4 Punkte auf minus 2,4 Punkte zurück. Damit liegen die Konjunkturerwartungen wieder unter ihrem langjährigen Durchschnitt von null Zählern.

manager-magazin.de mit Material von dpa