ThyssenKrupp Historische Marke

ThyssenKrupp wird im laufenden Jahr erstmals mehr als 50 Milliarden Euro umsetzen, binnen fünf Jahren sollen es 65 Milliarden Euro werden. Das Unternehmen will dazu bis zu 20 Milliarden Euro investieren. Neue Arbeitsplätze wird es bei ThyssenKrupp dennoch vor allem im Ausland geben. In Deutschland gebe es zu wenige Ingenieure.

Düsseldorf - Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp  sieht seine Umsatzziele für das ablaufende Geschäftsjahr erreicht. "Wir werden mehr als 50 Milliarden Euro Umsatz erzielen", sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz. Zum Ergebnis im Geschäftsjahr 2006/2007 wollte er sich nicht äußern.

Der Industriekonzern hatte erst vor einigen Wochen zum zweiten Mal in drei Monaten seine Gewinnprognose erhöht und zuletzt ein Ergebnis vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten von 3,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Schulz bekräftigte zudem sein längerfristiges Umsatzziel.

ThyssenKrupp werde im Rahmen eines fünfjährigen Programms bis zu 20 Milliarden Euro investieren und dann einen Umsatz von rund 65 Milliarden Euro erreichen, wovon etwa 10 Prozent mit neuen Produkten erzielt werden sollen. In die Prognose eingerechnet sei zudem ein Umsatzverlust von bis zu drei Milliarden Euro durch den Verkauf von Randaktivitäten, sagte der Vorstandschef. Für das Geschäftsjahr 2011/12 hatte ThyssenKrupp einen Gewinn vor Steuern und wesentlichen Sondereffekten von 4,75 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Schulz beklagte einen Mangel von derzeit 40.000 Ingenieuren in Deutschland. Jedes Jahr werde die Lücke größer und ausländischen Studenten seien Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland verwehrt. ThyssenKrupp stelle daher Fachkräfte in Indien, China und Russland ein.

manager-magazin.de mit Material von reuters