Nike Vom schwachen Dollar beflügelt

Der Sportartikelhersteller Nike hat seinen Gewinn im ersten Geschäftsquartal überraschend stark gesteigert. Der US-Konkurrent der deutschen Branchengrößen Adidas und Puma hebt daraufhin seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.

Los Angeles - Zudem erklärte der Konzern, er sondiere einen Verkauf seiner Hockey-Sparte Nike Bauer. Der Aktienkurs legte nachbörslich um 1,6 Prozent zu.

Der Nettogewinn des Unternehmens stieg in den drei Monaten bis Ende August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 Prozent auf 570 Millionen Dollar. Grund war unter anderem der niedrige Dollarkurs, der zu einem Umsatzplus um elf Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar beitrug.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 4,6 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Ohne einen einmaligen Steuereffekt lag der Gewinn je Aktie bei 92 Cent - Branchenexperten hatten lediglich 87 Cent erwartet. "Ich denke, im Großen und Ganzen ist das ein wirklich gutes Quartal", sagte Analystin Sara Hasan von McAdams Wright Ragen.

Sie hob besonders die auf 44,8 von 44,1 Prozent gestiegene Bruttogewinnspanne hervor. Auch andere Kennzahlen erfreuten die Analysten. So meldete Nike  für den Zeitraum September bis Januar weltweit 11,5 Prozent mehr Schuh- und Kleidungsbestellungen.

Beobachter hatten 8,5 bis elf Prozent geschätzt. In der Region Asien-Pazifik steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 22 Prozent, in Europa 16 Prozent und in Amerika ohne die USA um 15 Prozent. Auf dem US-Heimatmarkt legte Nike zwei Prozent zu.

Dank des Umsatzwachstums und der für Nike günstigeren Wechselkurse rechnet der Konzern nun mit einem prozentualen Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Zuvor hatte das Unternehmen eine Steigerung im hohen einstelligen Bereich vorhergesagt.

Noch im laufenden Geschäftsjahr könnte Nike seine Hockey-Sparte verkaufen. Konzernchef Mark Parker sprach von einer "harten Entscheidung". Analysten sehen Adidas  als einzigen naheliegenden Käufer für Nike Bauer, das schätzungsweise sechs Millionen Dollar Betriebsgewinn einfahre.

manager-magazin.de mit Material von reuters