Deutsche Börse "Kein Interesse an LSE"

Die Nasdaq benötigt Geld für die geplante Übernahme des nordischen Wettbewerbers OMX. Deshalb will sich die US-Technologiebörse von ihrer Beteiligung an der London Stock Exchange trennen. Ein Interesse an diesem Anteil wurde auch der Deutschen Börse zugesprochen - die dementiert jedoch.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Börse  will sich nicht am Poker um die zum Verkauf stehende Beteiligung von 31 Prozent am Konkurrenten London Stock Exchange (LSE)  beteiligen.

"Der Erwerb eines Minderheitsanteils an der LSE ist aus unserer Sicht nicht attraktiv und würde sich nicht wertsteigernd für unsere Gesellschaft auswirken", sagte ein Sprecher am Mittwochabend. Die Deutsche Börse hatte Ende 2004 knapp zwei Milliarden Euro für die LSE geboten, das Angebot aber später auf Druck von Aktionären zurückgezogen.

Die amerikanische Börse Nasdaq  hält nach ihrem gescheiterten LSE-Übernahmeversuch 31 Prozent an der Londoner Börse. Sie will sich nun von dieser Beteiligung trennen, um sich auf den Kauf der nordischen Börse OMX zu konzentrieren. Kreisen zufolge sind italienische Investoren interessiert.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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