Aareal Bank Ausstieg bei Immobilienscout

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat seine Mehrheit am Internetportal Immobilienscout24 an ein australisches Konsortium verkauft. Gleichzeitig erhöhte die Bank ihre Jahresprognose.

Wiesbaden/Mainz - Die Aareal Bank  hat ihre Beteiligung an der Immoblien Scout GmbH, die das Onlineportal Immobilienscout24 betreibt, veräußert und ihre Ergebnisprognose für das laufende Jahr angehoben.

Durch den Verkauf des 66,2-prozentigen Anteils an ein von der australischen Macquarie Bank  und der Publishing and Broadcasting Ltd aus Sydney geführtes Konsortium werde sich der Konzernüberschuss nach Minderheiten in diesem Jahr um rund 140 Millionen Euro erhöhen, teilte die Aareal Bank am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Zusätzlich werde die Gewinnrücklage um 14 Millionen Euro gesteigert. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern werde deutlich über 20 Prozent liegen. Bislang war die Bank lediglich von mehr als 13 Prozent ausgegangen.

Den Kaufpreis für die Immobilien-Scout-Beteiligung bezifferte die Aareal Bank auf 540 Millionen Euro. Der Scout24 AG, dem zur Deutschen Telekom  gehörenden Mitgesellschafter in der Immobilien Scout GmbH, steht den Angaben zufolge ein Vorkaufsrecht zu. Zudem stehe der Verkauf noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dies sei im Kaufvertrag so berücksichtigt, dass der Aareal Bank daraus keine Nachteile entstehen können.

Auch die Zustimmung des Bundeskartellamts steht noch aus. Den Plänen der Aareal Bank zufolge soll die Transaktion bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bis dahin werde auch die Realisierung des Verkaufserlöses erwartet.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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