Klöckner Erwartungen verfehlt

Der Stahlhändler Klöckner & Co hat im zweiten Quartal weniger verdient und die Erwartungen damit verfehlt. Die Duisburger begründeten die Einbußen unter anderem mit den gesunkenen Preisen für Stahlprodukte.

Düsseldorf – Der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co.  hat im zweiten Quartal weniger verdient und die Erwartungen der Experten nicht erfüllt. Von April bis Juni verbuchte Klöckner ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebitda) von 103 nach 104 Millionen Euro im Vorjahr. Als einen Grund für die Einbußen nannte Klöckner am Mittwoch die gesunkenen Preise für Stahlprodukte.

Der Quartals-Überschuss brach wegen der 38 Millionen Euro teuren Tilgung einer Hochzinsanleihe um mehr als 50 Prozent auf 23 (54) Millionen Euro ein. Analysten hatten mit einer leichten Verbesserung des Ebitda auf 109 Millionen Euro gerechnet und mit einem kleineren Rückgang des Nettogewinns auf 35 Millionen Euro. Der Konzernumsatz von 1,65 (1,4) Milliarden Euro traf die Erwartungen.

Angesichts der hohen Nachfrage aus der Bauwirtschaft und aus dem Maschinen- und Anlagenbaus gibt sich der Vorstand aber unverändert zuversichtlich, im Gesamtjahr den operativen Gewinn von 395 Millionen Euro aus dem Vorjahr zu übertreffen. Während sich die Geschäfte in Europa auf hohem Niveau bewegten, sei die Entwicklung in Nordamerika weniger positiv.

Der Vorstand hat dem Ruhrgebiets-Konzern eine ehrgeizige Expansionsstrategie verordnet. Von den für 2007 angestrebten zehn bis zwölf Übernahmen wurden im ersten Halbjahr acht mit einem Umsatzvolumen von 500 Millionen Euro realisiert. Dadurch stieg die Zahl der Mitarbeiter zur Jahresmitte um rund 670 auf fast 10.400.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.