Kreditkrise EZB stellt 7,7 Milliarden bereit

Die Europäische Zentralbank hat die Geldmärkte heute mit einer vierten Liquiditätsspritze versorgt. Sie stellte 7,7 Milliarden Euro für einen Tag zur Verfügung - rund 40 Milliarden Euro weniger als am Montag. Inzwischen habe sich die Situation weitgehend normalisiert.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Banken nochmals eine Geldspritze über 7,7 Milliarden Euro verpasst. Sie wurde wiederum in Form eines Schnelltenders zugeteilt. Dies berichtete die EZB am Dienstag in Frankfurt.

Das Volumen ging verglichen mit den Vortagen erheblich zurück. Die Bedingungen auf dem Geldmarkt seien nun "nahezu normal", erklärte die EZB. Wegen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten infolge der US-Hypothekenkrise hatten die Währungshüter die Banken massiv mit zusätzlicher Liquidität versorgt.

So hatte die EZB am Montag 47,66 Milliarden Euro bereitgestellt, am vergangenen Donnerstag waren es 95 Milliarden Euro, am Freitag dann weitere 61 Milliarden Euro.

Der Schnelltender am Dienstag war mit einer Laufzeit von einem Tag und einem Mindestsatz von 4,00 Prozent ausgeschrieben worden. 41 Bieter haben sich beteiligt.

Der Durchschnittszins lag bei 4,07 Prozent und der Marginalsatz - der niedrigste Satz, zu dem noch Gebote angenommen wurden - ebenfalls bei 4,07 Prozent. Am Montag hatte der Durchschnittszins ebenfalls 4,07 und der Marginalsatz 4,06 Prozent betragen.

Ein Tenderverfahren ähnelt einer Auktion. Damit können die Finanzmärkte mit Geld versorgt werden, aber die Notenbanken können mit einem Tender auch überschüssige Liquidität abschöpfen. Auch andere Notenbanken hatten dem Geldmarkt weltweit zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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