Finanzkrise Goldman-Sachs-Fonds unter Druck

Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten gehen weiter: Auch ein Hedgefonds der US-Investmentfirma Goldman Sachs erhält nun eine Milliardenspritze. Wegen erheblicher Wertverluste werden drei Milliarden Dollar zusätzlich in den GEO-Hedge-Fonds investiert.

New York - Der GEO-Hedge-Fonds der US-Investmentfirma Goldman Sachs  ist im Zuge der Finanzmarktturbulenzen erheblich unter Druck geraten und erhält eine Milliardenspritze. Mehrere amerikanische Investoren und Goldman Sachs selbst investieren in den Fonds drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro).

Neben Goldman Sachs beteiligten sich daran Starr & Co., die Perry Capital LLC und der amerikanische Milliardär Eli Broad, teilte die New Yorker Investmentbank am Montag mit. Der Geo-Fonds (Global Equity Opportunities) hatte vor dem Milliardeninvestment nur noch einen Wert von rund 3,6 Milliarden Dollar. Der Fonds sei seit Anfang des Jahres um mehr als 30 Prozent abgesackt, erklärte Goldman-Finanzchef David Viniar.

Die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg" gab die Vermögenswerte des Fonds für Juli noch mit mehr als fünf Milliarden Dollar an. Goldman Sachs erklärte, der GEO-Fonds habe "erheblich gelitten". Man habe deshalb die Risiken deutlich reduziert.

GEO ist ein Fonds, der computergesteuerte quantitative Investmentstrategien einsetzt. Mehrere dieser sogenannten Quant-Fonds hatten wegen der massiven Schwankungen und Störungen in den Finanzmärkten und an den globalen Börsen an Wert verloren.

Zwei andere Goldman-Sachs-Hedge-Fonds, der Global-Alpha- und der NAEO-Fonds, waren ebenfalls durch die Marktstörungen unter Druck geraten. Auch hier habe man Risiken und Hebel reduziert. Mit ihrer gegenwärtigen Kapitalausstattung seien diese Fonds nun derart positioniert, um aktiv Marktchancen zu nutzen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, dow jones, reuters