Fraport Auf Kurs

Fraport bleibt auf Kurs und hat nach einem besser als erwartet ausgefallenen Halbjahr seine Gewinnprognose bestätigt. Sowohl bei Überschuss als auch bei Umsatz lag der Flughafenbetreiber mit seinen Zahlen über den Erwartungen.

Frankfurt am Main - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport  hat im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel allerdings mit 273 Millionen Euro erwartungsgemäß um gut 5 Prozent schwächer aus als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz legte den Angaben zufolge um mehr als 8 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro zu.

Der Überschuss bei Europas zweitgrößtem Flughafenbetreiber habe sich - zum Teil bedingt durch eine günstigere Steuerquote - um 6 Prozent auf 102,8 Millionen Euro erhöht. Das Betriebsergebnis war im vorigen Jahr durch Sondererlöse übermäßig stark gestiegen. Rechne man diese Effekte heraus, habe sich das Ebitda in diesem ersten Halbjahr um 2 Prozent verbessert, erläuterte Fraport.

Der Umsatz legte von 1,037 Milliarden Euro auf 1,124 Milliarden Euro zu und übertraf damit leicht die Analystenprognose von 1,123 Milliarden Euro. Die Steigerung sei zum Großteil auf den Umsatz aus dem Finanzierungsleasingvertrag mit dem Airrail Center in Höhe von 57,6 Millionen Euro zurückzuführen, denen Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüberstehen. Bereinigt um diesen Sondereffekt nahmen die Umsatzerlöse konzernweit den Angaben zufolge um 2,8 Prozent zu.

Für 2007 bestätigte das Unternehmen seine Gewinn- und Umsatzziele. Der Konzernumsatz soll demzufolge stärker wachsen als im Vorjahr. Auch das Ebitda sollte gleichbleibend oder leicht besser ausfallen als das um Sondereffekte bereinigte Vorjahresergebnis.

Mehr Passagiere in Frankfurt

Mehr Passagiere in Frankfurt

An seinem größten Flughafen Frankfurt will Fraport die Passagierzahlen im laufenden Jahr nun etwas stärker steigern als bisher erwartet. Die Zahl der Fluggäste soll statt um 1 bis 2 Prozent nun um 1,5 bis 2 Prozent zulegen.

Für die vor wenigen Tagen verkündete Aufstockung ihrer Beteiligung am Flughafen Lima hat Fraport 36,8 Millionen US-Dollar bezahlt. Dieser Kaufpreis entspreche dem achtfachen Ebitda des peruanischen Unternehmens, teilte das Unternehmen nun mit. Damit sei der Erwerb "im Vergleich zu anderen Transaktionen ausgesprochen attraktiv". Fraport hatte seine Beteiligung um 57,25 Prozent erhöht und damit alle Anteile an der Gesellschaft erworben. Ein Teil der Anteile in Lima soll später an peruanische Investoren und den Investitionsfonds der Weltbank (IFC) veräußert werden . Fraport wird aber mindestens 60 Prozent behalten.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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