Metro Wal-Mart-Märkte belasten Gewinn

Metro hat getrieben vom Auslandsgeschäft auch im zweiten Quartal beim Umsatz deutlich zugelegt und seine Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. Der operative Gewinn wurde hingegen von den Kosten für die Integration der übernommenen deutschen Wal-Mart-Märkte belastet.

Düsseldorf - Wie die Metro  am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, stiegen die Erlöse von April bis Juni um 9,7 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro und trafen damit die Analystenschätzungen. "Unsere stärksten Wachstumsregionen sind weiterhin Osteuropa und Asien. Aber auch in den herausfordernden Märkten Westeuropas und in Deutschland konnten wir gegen den Trend zulegen", erklärte Metro-Chef Joachim Körber.

Die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland dämpfte zwar den Umsatz im Inland. Dennoch stiegen der Erlöse um 5,6 Prozent, wozu auch die Akquisition von Wal-Mart Deutschland beitrug, das in die Supermarktkette Real integriert wird.

Die Integrationskosten drückten jedoch das Ergebnis vor ZInsen und Steuern (Ebit). Wie von Analysten erwartet ging der operative Gewinn auf 296 Millionen von 321 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zurück. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft von 104 Millionen Euro. Der Konzern bekräftigte die Prognose, wonach Metro im Gesamtjahr ein Umsatzplus von acht bis neun Prozent sowie einen Ebit-Anstieg von sechs bis acht Prozent anstrebt.

Der Metro-Konzern hat keine Absicht, sich von seinen Kaufhof-Warenhäusern zu trennen. "Wir sind mit unserem Portfolio zufrieden", sagte Metro-Chef Joachim Körber am Mittwoch laut Redetext. Kaufhof gehöre zu diesem Portfolio, bekräftigte der Unternehmenschef. Analysten hatten Forderungen nach einem Verkauf der Sparte erhoben.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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