ISE US-Börse billigt Verkauf an Frankfurt

Die Deutsche Börse macht Punkte im Poker der internationalen Finanzplätze gut. Die Aktionäre der US-Optionsbörse ISE haben der Übernahme durch die Frankfurter auf ihrer Hauptversammlung zugestimmt.

New York - Die Aktionäre der International Securities Exchange (ISE)  haben sich für die Übernahme der US-Optionsbörse durch die Deutsche Börse  entschieden. Sie stimmten mehrheitlich dafür, wie auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Freitag in New York bekanntgegeben wurde. Die Deutsche Börse bietet 67,50 US-Dollar je Aktie oder umgerechnet knapp zwei Milliarden Euro in bar.

Die einfache Mehrheit reichte aus. Während die Aktie der Deutschen Börse mit 2,86 Prozent auf 82,47 Euro schwächster Dax-Wert war, legte die ISE-Aktie an der US-Börse Nyse leicht zu um 0,41 Prozent auf 65,50 US-Dollar. Seitdem sie nach der Bekanntgabe Ende April hochgeschossen war, hatte sie sich nur noch leicht seitwärts bewegt.

Nun steht nur noch die Genehmigung durch die US-Börsenaufsicht SEC aus. Es wird davon ausgegangen, dass die Übernahme im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein wird.

Nach einer langen Serie von Niederlagen im Übernahmepoker der Weltbörsen hatte die Deutsche Börse Ende April den Kauf der New Yorker Optionsbörse ISE bekannt gegeben. Damit will der in Frankfurt ansässige Börsenbetreiber endlich einen Fuß in den weltweit dominierenden US-Markt setzen. Analysten halten den Schritt im Großen und Ganzen für teuer, aber sinnvoll.

Die ISE ist nach eigenen Angaben die größte US-Börse für Aktienoptionen und gilt im Optionsgeschäft insgesamt als eine der größten der Welt. Die ISE soll mit der weltgrößten Terminbörse Eurex, einem Joint Venture der Deutschen Börse und der Schweizer SWX Swiss Exchange, zusammengelegt werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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