SAP "Exzellentes Quartal"

Europas größter Softwarehersteller SAP hat im zweiten Quartal beim Umsatz und Gewinn zweistellig zugelegt. Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen der Märkte.

Walldorf - Wie der im Dax  notierte Walldorfer Konzern am Donnerstag mitteilte, stiegen die Konzernerlöse von 2,195 Milliarden Euro vor einem Jahr auf 2,42 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 2,41 Milliarden Euro gerechnet. Beim Produktumsatz, der richtungsweisenden Kennziffer, verbesserten sich die Walldorfer von 1,48 auf 1,71 Milliarden Euro, verglichen mit der Expertenprognose von 1,65 Milliarden Euro.

SAP  hat 18 Prozent mehr Software-Lizenzen verkauft und damit 715 Millionen Euro erlöst. Der starke Euro bremste allerdings die Geschäfte, wie SAP am Donnerstag weiter mitteilte. Ohne Währungseinflüsse hätte der Umsatz mit Software-Lizenzen um 21 Prozent zugelegt.

Wir gewinnen weiter Marktanteile hinzu

SAP-Chef Henning Kagermann zeigte sich zufrieden mit den Quartalsergebnissen. "Das zweite Quartal war hervorragend mit prozentual zweistelligem Wachstum in allen Regionen. Und wir gewinnen weiter Marktanteile hinzu", sagte er. In dem rund 35,3 Milliarden Dollar großen Markt für Unternehmenssoftware stieg der Marktanteil von SAP in den zwölf Monaten bis Ende Juni im Vergleich zu den zwölf Monaten bis Ende März von 25,1 auf 26 Prozent.

Der operative Gewinn stieg von 524 auf 577 Millionen Euro und übertraf somit die Marktschätzung von 555 Millionen Euro. Damit sank die Marge geringfügig von 23,9 auf 23,8 Prozent. Unterm Strich erhöhte sich der Überschuss von 415 auf 449 Millionen Euro, wobei die Steuerquote von 25,8 Prozent den Walldorfern in die Hände spielte.

SAP bekräftigte zugleich den im Januar abgegebenen und von Analysten als enttäuschend eingeschätzten Jahresausblick. Traditionell liefert SAP eine erneuerte Prognose erst nach dem dritten Quartal ab. Manche Experten hatten aber gehofft, dass SAP angesichts der unter den Erwartungen ausgefallenen Jahresprognose mit einem frühzeitigen Befreiungsschlag aufwartet. 2007 soll die operative Marge zwischen 26 und 27 Prozent ausfallen nach 27,3 Prozent vor einem Jahr. Beim Produktumsatz peilen die Walldorfer vor Währungseffekten eine Steigerung zwischen 12 und 14 Prozent an. Die Steuerquote soll zwischen 32,5 und 33 Prozent liegen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.