US-Quartalszahlen Merrill Lynch stützt Deutsche Bank

Ein starkes Investmentbanking-Geschäft hat den Gewinn der US-Bank Merrill Lynch um ein Drittel nach oben getrieben: Merrill verdiente mehr als zwei Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal. Auch der Pharmakonzern Johnson & Johnson überrascht positiv: Der Dax holt einen Teil seiner Verluste auf.

New York – Gute Quartalszahlen von Merrill Lynch sowie von Johnson & Johnson haben die Stimmung an der Börse am frühen Nachmittag wieder etwas aufgehellt. Der Dax  notierte zuletzt 0,8 Prozent schwächer bei 8038 Punkten, nachdem er auf Grund eines enttäuschenden ZEW-Index zeitweise unter die Marke von 8000 Zählern gefallen war.

Unterstützung für die Finanzwerte kam von der US-Investmentbank Merrill Lynch : Das Nettoergebnis belief sich im zweiten Quartal auf 2,1 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro), wie das Finanzinstitut am Dienstag mitteilte. Damit lag Merrill Lynch deutlich über den Erwartungen der Analysten.

Aktien von Merrill Lynch zogen daraufhin um 1,0 Prozent auf 88,20 Dollar an. Die US-Investmentbank erwirtschaftete einen Gewinn je Aktie von 2,24 Dollar - ein Plus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am Markt wurden lediglich 2,02 Dollar erwartet.

Deutsche Bank reduziert Verluste

Titel der Deutschen Bank  haben am Dienstag in einer ersten Reaktion auf die Zahlen von Merrill ihre Verluste weitgehend wieder abgebaut. "Merrill hat sehr starke Zahlen vorgelegt und die Belastung durch Probleme mit Schuldnern niedriger Bonität (subprime) war gering", sagte ein Händler.

Entsprechend sei die Auswirkung auf die Deutsche Bank, die neben Goldman Sachs am ehesten mit der Deutschen Bank vergleichbar sei, klar positiv. Dies gelte besonders, da die Sparten Investmentbanking und auch Global Markets gut gelaufen seien.

Aktien des US-Pharma- und Medizintechnikkonzerns Johnson & Johnson  haben am Dienstag nach Quartalszahlen ebenfalls leicht zugelegt. Der Gewinn je Aktie stieg im zweiten Quartal um 10,5 Prozent auf 1,05 Dollar - von Thomson First Call befragte Branchenbeobachter hatten durchschnittlich mit 1,00 Dollar gerechnet. Zudem hat die US-Gesundheitsbehörde einen genetischen Test zur schnellen Erkennung der Ausbreitung von Brustkrebs zugelassen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ap und reuters

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