Dax DSW gibt 9000-Punkte-Ziel aus

Kaum hat der deutsche Leitindex ein Rekordhoch erreicht, werden schon neue Kursziele genannt. DSW-Chef Ulrich Hocker sieht den Dax bis zum Jahresende bei 9000 Punkten. Anders als im Jahr 2000 sei die Rekordjagd der Börse diesmal solide unterlegt, meint der Anlegerschützer.

Berlin - Angesichts des Rekordstandes beim deutschen Börsenleitindex Dax  glaubt der Chef der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, an einen weiteren Kursaufschwung. "Wenn die Wirtschaft weiter so gut läuft wie bisher, dann sehe ich im Moment keine Grund, dass es nicht weiter nach oben gehen sollte", sagte Hocker der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Bis zum Jahresende seien dann durchaus 9000 Punkte beim Dax möglich.

Auch die steigenden Zinsen würden den Dax nicht bremsen, sagte Hocker. "Die Zinsentwicklung ist trotz der jüngsten Steigerungen im Moment noch moderat", sagte der Anlegerschützer. "Zudem ist nach wie vor sehr viel Geld im Markt, das angelegt werden will. All das spricht weiterhin für die Aktie."

Ein Absturz wie im Jahr 2000 sei zum jetzigen Zeitpunkt praktisch ausgeschlossen, denn die Situation sei heute eine ganz andere, versicherte Hocker. "Das aktuelle Plus ist auf der Gewinnseite unterlegt", sagte er. Zudem sei heute trotz der steigenden Kurse keine Euphorie unter den Anlegern zu spüren und das verhindere, dass die Notierungen zu schnell nach oben schössen.

Auch die Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009 werde den Aktienkursen nicht schaden, sagte Hocker voraus. "Selbst wenn viele deutsche Anleger Aktien dann aus steuerlichen Gründen links liegen lassen sollten, werden gewinnträchtige Papiere natürlich weiter gekauft. Nur dann eben vermehrt von ausländischen Investoren", sagte Hocker. Schon heute seien rund 50 Prozent des Dax in ausländischer Hand. Die Abgeltungssteuer werde dazu führen, dass der Auslandsanteil noch weiter steige.

manager-magazin.de mit Material von ddp