Volkswagen Streit um neues US-Werk

Schwacher Dollar, Rabattschlachten, Lücken in der Modellpalette: Volkswagen fährt in den USA seit Jahren hohe Verluste ein. VW-Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh äußerte sich unterdessen skeptisch zu Überlegungen von Konzernchef Martin Winterkorn, in den USA ein Werk zu bauen.

Wolfsburg - "Natürlich könnte ein Fabrikstandort in Nordamerika eine Möglichkeit sein", sagte Osterloh in Wolfsburg. "Aber das darf nicht zu Lasten der Beschäftigung an anderen Standorten gehen."

Insbesondere müsse die Kapazitätsauslastung des mexikanischen VW- Werkes berücksichtigt werden, sagte Osterloh.

"Momentan besteht die Aufgabe aber vordringlich darin, vor dem Hintergrund des aktuellen Dollarkurses geeignete Produkte für den nordamerikanischen Markt zu entwickeln und anzubieten."

Winterkorn hatte in einem Interview gesagt: "In Amerika sind wir in der Tat weit weg von dem, wo wir hinwollen." Wenn die VW- Wachstumsstrategie aufgehe, reiche die Produktionsstätte in Mexiko aber "sicher" nicht aus. "Wenn der Dollarkurs auf jetzigem Niveau bleibt, muss man sehr wohl über ein Werk in Nordamerika nachdenken."

VW hatte sein Werk in den USA vor 20 Jahren wegen mangelnder Auslastung dicht gemacht.

manager-magazin.de mit Material von dpa