Oracle Satter Umsatzsprung

Der US-Softwarekonzern Oracle hat Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr dank seiner Zukäufe deutlich gesteigert. Im laufenden Quartal will der SAP-Konkurrent seinen Softwarelizenzumsatz um 20 bis 30 Prozent hochschrauben.

Boston - Der SAP-Konkurrent Oracle  hat vor allem Dank der Produkte von zugekauften Firmen seinen Gewinn deutlich gesteigert. Für das vierte Geschäftsquartal gab der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden Dollar nach 1,3 Milliarden vor Jahresfrist bekannt. Der Gewinn je Aktie betrug ohne Sonderposten 37 Cent, Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet. Der Umsatz lag 20 Prozent höher bei 5,8 Milliarden Dollar.

Oracle hat in den vergangenen Monaten eine Reihe von Unternehmen übernommen, darunter Hyperion Solutions, Stellent und MetaSolv. Deren Produkte hätten maßgeblich zum Gewinnanstieg beigetragen, hieß es.

Zudem sei der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen um 17 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar gestiegen, erklärte Oracle. Analysten waren von einem Anstieg um 13 oder 14 Prozent ausgegangen.

SAP hatte im April einen zehnprozentigen Anstieg bekannt gegeben. Finanzchefin Safra Catz sagte, für das laufenden Quartal werde ein Anstieg dieses Wertes um 20 bis 30 Prozenterwartet. Darin seien nicht die Verkäufe aus der Agile-Sparte enthalten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente Oracle 4,3 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) oder 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie legte auf 81 (Vorjahr:64) Cent zu. Der Umsatz schoss um 25 Prozent auf 18,0 Milliarden Dollar in die Höhe,

Oracle hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Firmen für mehr etwa 25 Milliarden Dollar geschluckt, wobei Konzernchef Larry Ellison SAP , dem globalen Branchenführer bei Unternehmenssoftware, den Kampf angesagt hatte.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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