Siemens Eile bei Börsengang von VDO

Der Technologiekonzern Siemens will die Geschäftszahlen der Autozuliefersparte VDO möglicherweise vorziehen, um die Sparte rasch an die Börse bringen zu können. Es gebe "rege Nachfrage" am Kapitalmarkt: Vom VDO-Interessenten Continental liege dagegen "kein konkurrenzfähiges Angebot" vor.

Nürnberg - Der Börsenprospekt solle die Geschäftszahlen von VDO für das dritte Quartal 2006/07 (bis Ende Juni) enthalten, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser am Dienstagabend.

Er erwäge daher, die VDO-Ergebnisse vor denen des Gesamtkonzerns zu veröffentlichen, um mögliche Investoren noch vor der Urlaubszeit zu erreichen. Der Konzern will die Geschäftszahlen für das dritte Quartals am 26. Juli publizieren.

Auf dem Kapitalmarkt gebe es Signale für eine rege Nachfrage nach VDO-Papieren. "Wir haben Angebot für Blocktrades von fünf, zehn Prozent", sagte Kaeser. Es sei allerdings noch offen, ob Siemens  auf diese Zeichnungsofferten eingehe. "Wir müssen auch noch entscheiden, ob wir 30 oder 40 Prozent auf den Markt bringen." Siemens will einen Minderheitsanteil an VDO an der Börse platzieren.

Den hartnäckigen Avancen des niedersächsischen Autozulieferers Continental erteilte Kaeser abermals eine Absage: "Es liegt kein konkurrenzfähiges Angebot vor." Continental  bietet Kreisen zufolge gut zehn Milliarden Euro für die Siemens-Sparte.

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