Chefgehälter Aktionäre fordern Obergrenze

Die überwältigende Mehrheit privater Anleger fordert, die Gehälter von Topmanagern stärker zu kontrollieren. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage für manager magazin. 40 Prozent der Befragten votieren sogar für eine gesetzlich festgeschriebene Obergrenze.

Hamburg - Fast 90 Prozent der Privatanleger fordern härtere Maßnahmen gegen die immer schneller steigenden Gehälter der Spitzenmanager. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter deutschen Aktionären, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid exklusiv für manager magazin durchgeführt hat.

Danach sprechen sich 47 Prozent der Befragten für eine bindende Abstimmung über die Höhe der Vorstandsgehälter auf der Hauptversammlung aus. Weitere 40 Prozent sind sogar der Meinung, für Managergehälter solle es eine gesetzlich fixierte Obergrenze geben.

Nur 11 Prozent vertreten die Ansicht, die geltende Regelung einer Festlegung durch den Aufsichtsrat habe sich bewährt. Alle Ergebnisse der Umfrage lesen Sie im neuen manager magazin, das ab Freitag (22. Juni) am Kiosk erhältlich ist.

Noch nicht sehr viel Kredit geben die Kleinanleger außerdem dem künftigen Siemens-Chef Peter Löscher. Nur vier von zehn Befragten sind der Meinung, dass der Quereinsteiger den Börsenwert des angeschlagenen Traditionskonzerns  langfristig steigern kann.

Einen jähen Absturz in der Gunst der Anleger erlebt Telekom-Chef René Obermann. Nur noch 36 Prozent der Befragten glauben, er werde dem Aktienkurs des Telekom-Riesen  dauerhaft Schub geben - vor einem halben Jahr trauten ihm das noch 53 Prozent zu.