Börsengang Blackstone in der Steuerfalle

Die Euphorie vor dem Börsengang des Private-Equity-Investors Blackstone hat einen Dämpfer erhalten. Hochrangige US-Politiker wollen einen wichtigen Steuersatz für börsennotierte Partnerschaften um 133 Prozent erhöhen.

Washington - Der Finanzausschuss des amerikanischen Senats hat angesichts des geplanten Blackstone-Börsengangs einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Steuersätze für Partnerschaften mehr als verdoppeln könnte. Der Besteuerungsvorstoß wurde gemeinsam von Senator Max Baucus, dem demokratischen Vorsitzenden des Finanzausschusses, und dem republikanischen Senator Chuck Grassley eingebracht.

Der Entwurf würde verhindern, dass Investoren in börsennotierten Partnerschaften nur 15 Prozent Kapitalertragsteuern auf ihre Gewinnanteile zahlen statt 35 Prozent Einkommensteuern, die Aktiengesellschaften hinblättern müssen.

Der Gesetzesentwurf würde alle börsennotierten Partnerschaften als Unternehmen besteuern, soweit sie direkt oder indirekt Einkommen aus Investmentberatungs- oder Vermögensverwaltungs-Diensten erhalten. Falls börsennotierte Partnerschaften ihr Geld mit Finanzdienstleistungen machen, sollte dieses aktive Geschäft der Unternehmensteuer unterliegen, betonte Baucus.

1987 hatte der Kongress eine 15-prozentige Besteuerung für börsennotierte Partnerschaften zugelassen, soweit mindestens 90 Prozent ihrer Einkommens passiv seien, sprich aus Dividenden, Zinsen oder Gebühren statt aus Dienstleistungen stammen.

Die beiden Politiker erklärten in einem Schreiben an Christopher Cox, den Leiter der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC, dass sich Mitarbeiter des Finanzausschusses lange mit Blackstone-Vertretern getroffen hätten. Der Börsengang werfe schwerwiegende Steuerfragen auf, erklärten sie.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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