DIW Aufschwung bleibt intakt

Die Wachstumsaussichten in Deutschland haben sich nach Einschätzung des DIW im zweiten Quartal leicht verschlechtert. Die DIW-Forscher erwarten jetzt einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 0,4 Prozent statt 0,6 Prozent. Der Aufschwung insgesamt sei aber intakt.

Berlin - Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat seine Wachstumsprognose für das laufende Quartal leicht gesenkt, geht aber dennoch von einer unveränderten Fortsetzung des Aufschwungs aus. Wie das Institut am Montag mitteilte, wird mit einem Anstieg des saison- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts von April bis Juni gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent gerechnet. Im Mai hatten die Experten noch ein Plus von 0,6 Prozent erwartet.

Ein grundsätzlich anderes gesamtwirtschaftliches Konjunkturbild ergibt sich den Experten zufolge dadurch allerdings nicht. Zum einen seien für die Prognoseanpassungen nicht zuletzt Revisionen der Produktionszahl im Schlussquartal des Vorjahres verantwortlich. Zum anderen lägen derart geringe Prognoseschwankungen innerhalb des statistischen Prognosebandes. Im ersten Quartal belief sich das Wachstum auf Quartalssicht auf 0,5 Prozent.

Innerhalb der Wirtschaftsbereiche sei für das Produzierende Gewerbe ohne die Baubranche nunmehr mit einer etwas verhalteneren Entwicklung zu rechnen. Dies liege zum einen an den bereits angesprochenen Revisionen, zum anderen deuteten aber auch die Zahlen für Produktion und Auftragseingang auf eine weniger schwungvolle Entwicklung hin als noch im Vormonat. Diesem Effekt wirke jedoch eine geringere Abschwächung im Baubereich entgegen.

Der Wirtschaftszweig "Handel, Gaststätten, Verkehr" ist den Angaben zufolge nach wie vor deutlich von dem im Schlussquartal des Vorjahres erreichten Niveau entfernt. Dies gelte trotz der zuletzt wieder aufwärtsgerichteten Einzelhandels- und Gaststättenumsätze, die als erste Zeichen einer Erholung nach dem mehrwertsteuerbedingten Einbruch im ersten Quartal gelten können. In den übrigen Dienstleistungssektoren gebe es hingegen kaum Bewegung.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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