Konjunktur Die Käufer kommen

Die Bundesbürger schauen dank des hohen deutschen Wirtschaftswachstums zuversichtlich in die Zukunft. Mehr und mehr Deutsche sind bereit, einen größeren Teil ihres Geldes in den Kaufhäusern auszugeben. Der entsprechende Indikator stieg zum dritten Mal in Folge - und Experten rechnen damit, dass es noch besser wird.

Nürnberg - Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland wird besser. Der Konsumklimaindikator der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weist nun einen Indexstand von 7,3 Punkten auf, nach 5,7 Zählern im Mai.

Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Indexstand von 6,5 Punkten gerechnet. Das Ergebnis fiel also besser aus als erwartet. Grund sei insbesondere die Besserung auf dem Arbeitsmarkt; zuletzt stieg die Zahl der Erwerbstätigen über die 39-Millionen-Marke. Wirtschaftsexperten rechnen zudem damit, dass die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bis Ende des Jahres auf etwa 3,5 Millionen sinken wird. Vor einigen Monaten waren es noch fünf Millionen.

Zudem schätzen die Bundesbürger nach Meinung der GfK-Forscher, dass sich ihre Einkommensaussichten verbesserten. Nach einem Plus von knapp 14 Punkten im Vormonat kletterte der Indikator im Mai um weitere vier Punkte auf 33,6 Zähler. Ähnlich hohe Werte seien zuletzt im Frühjahr 2001 zu verzeichnen gewesen. Wirtschaftsforscher führen das auf die hohen Lohnabschlüsse in den vergangenen Wochen zurück.

Entsprechend mehr Geld sind die Deutschen offenbar bereit, in den Konsum zu stecken. Der GfK-Indikator für die Anschaffungsneigung der Bundesbürger stieg im Mai um 2,4 Punkte auf minus 4,1 Zähler. Dies ist der dritte Anstieg der Kennzahl in Folge. Nach Einschätzung der GfK ist die Konsumneigung damit weiter auf Erholungskurs, wenngleich der Indikator weiter im negativen Wertebereich liege.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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