Anlage Setzen, sechs

Mit Fonds scheint sich in Deutschland kaum jemand auszukennen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Finanzhauses Axa Investment Managers. Das war schon einmal besser.

Frankfurt am Main - Virtous an den Kapitalmärkten kann nur der handeln, der die Spielregeln kennt. In Deutschland scheint es damit schlecht bestellt, das ist das Ergebnis einer Umfrage von TNS Infratest und Axa Investment Managers. Dabei ging es um eine vermeintlich einfache Frage.

Die Befragten sollten der Aussage zustimmen oder widersprechen, dass Rentenfonds die gesetzliche Rente absichern. Wer sich auskennt, weiß, dass die Aussage falsch ist. Doch 46 Prozent der Befragten glaubten, dass Rentenfonds tatsächlich die staatliche Rente stützen. Kein Wunder bei der ausufernden Diskussion um Pensionsfonds, Bürgerversicherung und private Vorsorge.

2006 war das noch besser - 40 Prozent der Befragten lagen mit ihrer Einschätzung daneben. Männer scheinen dabei mehr über die Kapitalmärkte zu wissen. Während nur 41 Prozent der Männer mit ihrer Antwort daneben lagen, waren es bei den Frauen 51 Prozent. Das gleiche Bild vor einem Jahr. 36 Prozent der Männer hielten Rentenfonds für eine Stütze des Bismarckschen Rentensystems, bei den Frauen 44 Prozent.

Deutlicher war die Diskrepanz nur zwischen Fondsbesitzern und jenen, die keine solche Papiere besitzen. 32 Prozent der Fondseigner lagen mit ihrer Einschätzung daneben. Bei jenen ohne Fonds im Depot irrte die Hälfte. Die positive Schlussfolgerung der Erhebung: Wer Fonds hat, kennt sich aus. Die negative: Es bleibt noch viel zu tun.

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