BoA/Barclays Einspruch gegen Verkaufsblockade

Der Übernahmekampf um ABN Amro geht in die nächste Runde. Die Bank of America und Barclays haben vor dem höchsten niederländischen Gericht jeweils Einspruch gegen die Blockade des Verkaufs der ABN-Amro-Tochter LaSalle eingereicht.

Amsterdam - Die Bank of America (BoA)  und Barclays  haben Einspruch gegen den Verkaufsstopp für die ABN-Amro-Tochter LaSalle eingelegt, teilte der Oberste Gerichtshof der Niederlande in Den Haag mit. Anfang Mai hatte ein Gericht in Amsterdam den Verkauf LaSalles an die amerikanische Bank untersagt und gefordert, dass die ABN-Amro-Aktionäre über den Verkauf entscheiden sollen.

Die im Mittelpunkt einer Übernahmeschlacht stehende ABN Amro  will LaSalle an die BoA für rund 21 Milliarden Dollar verkaufen und damit den Weg für eine Übernahme des restlichen Konzerns durch Barclays  frei machen. Das ebenfalls an ABN Amro interessierte Konsortium um die britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS)  hatte zuletzt 24,5 Milliarden Dollar für LaSalle geboten.

Die amerikanische Bank LaSalle ist Dreh- und Angelpunkt der größten Bankenübernahme der Geschichte. Diese wollen die Niederländer vor einer möglichen Übernahme durch Barclays an die BoA verkaufen. Vor Kurzem hatte ein Gericht den Verkauf gestoppt, da die Aktionäre diesem nicht zugestimmt hätten.

Nach Einschätzung ABN Amros ist die Offerte des RBS-Konsortiums, zu dem neben der britischen Bank die spanische Banco Santander Central Hispano (SCH)  und der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis gehören, dem Gebot der BoA "nicht überlegen". ABN wies die Offerte somit zurück.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx